Online-Shopping ist in den USA Frauendomäne

2. Jänner 2002, 15:47
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Weihnachtseinkauf bringt Trendwende

Frauen sind Santa Claus´ beste Kunden: die Mehrheit der US-Online-Shopper für die Weihnachtsfeiertage 2001 waren Frauen. 58 Prozent der Einkäufe im Internet zwischen dem amerikanischen Thanksgiving-Fest Ende November und Weihnachten wurden von Frauen getätigt. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Internet-Forschungsinitiative Pew Internet & American Life. Der Bericht beschäftigt sich nicht nur mit dem Online-Kaufverhalten, sondern auch mit dem sozialen Verhalten der Internet-User im Zusammenhang mit den Weihnachtsfeiertagen.

Gewachsen

Die Studie stellt im Vergleich zum Jahr 2000 ein fortgesetztes Wachstum des E-Commerce fest. Die Anzahl der US-Amerikaner, die schon einmal online gekauft haben, ist von 44 Mio. im Vorjahr auf 64 Mio. in 2001 gestiegen. 26 Prozent der User haben im Zeitraum zwischen 19. November und 23. Dezember 2001 Geschenke gekauft (2000: 20 Prozent). Während in den vergangenen Jahren Männer die Welt des Online-Shoppings beherrschten, haben die weiblichen Konsumenten die 1999 begonnene Aufholjagd 2001 endgültig für sich entschieden. 58 Prozent der Online-Käufer im Untersuchungszeitraum sind Frauen. Im Vergleich kauften 31 Prozent der weiblichen und nur 22 Prozent der männlichen Internet-User Geschenke für die Feiertage. Einem gängigen Klischee entsprechend, führen Frauen nicht nur quantitativ bei Online-Einkäufen. Sie genießen sie auch mehr als Männer: 37 Prozent der Frauen gaben an, sie hätten den Einkauf "sehr genossen". Nur 17 Prozent der Männer sehen das genauso.

Für Reiche?

Der Einkaufsbummel im Internet ist vor allem bei einkommensstarken Haushalten beliebt. 39 Prozent der Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 75.000 Dollar haben Geschenke im Web gekauft. Ihnen stehen lediglich 15 Prozent in Haushalten mit unter 30.000 Dollar gegenüber. Die User haben auch pro Kopf mehr ausgegeben als im Vorjahr, nämlich durchschnittlich 392 Dollar im Vergleich zu 330 Dollar im Jahr 2000. Motivation für den Einkauf im Internet ist vor allem Sparsamkeit. 84 Prozent sind der Meinung, durch den Kauf per Mausklick Zeit, 60 Prozent Geld zu sparen. 19 Prozent der Online-Käufer haben ihre Geschenke hauptsächlich online erworben, der Rest nur zu einem geringen Anteil. Der Hauptgrund, warum nicht im Web eingekauft wird, ist nach wie vor mangelndes Vertrauen in die Bezahlung per Kreditkarte und der Unwille, die Daten online bekannt zu geben (36 Prozent). Nur 18 Prozent der Internet-Nutzer sind nicht an Online-Shopping interessiert.

Das soziale Verhalten über die Weihnachtsfeiertage bestätigt laut Studie die bekannt hohe Kommunikationsfreudigkeit von Internet-Nutzern. 95 Prozent hatten Kontakte mit Familie und Freunden per Telefon oder E-Mail. Ihnen stehen 87 Prozent der Nicht-Internet-User gegenüber. Das Telefon und das Verschicken traditioneller Weihnachtkarten wird aber auch von Internet-Nutzern bevorzugt. Nur 27 Prozent haben Online-Weihnachtskarten verschickt. Mit 64 Prozent der User ist aber auch im Bereich der Feiertagskommunikation ein Anstieg zu beobachten (2000: 53 Prozent). Eine zunehmende Anzahl an Menschen sucht auch spirituelle Inspiration im Internet (elf Prozent).(pte)

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