Handelsketten bestehen erste Bewährungsprobe "bravourös"

2. Jänner 2002, 15:45
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Keine Probleme beim Wechselgeld bei Billa, Spar und Co.

Wien - Die großen heimischen Handelsketten haben den ersten flächendeckenden Einsatz des Euro ohne Probleme gemeistert. "Wir haben die Euro-Umstellung mit Bravour bewältigt", so Billa-Chef Wolfgang Wimmer laut einer Presseinformation. Die Schulung der Mitarbeiter und die technische Umstellung der Kassen seien die Grundsteine für die reibungslose Währungsumstellung gewesen. Bei Spar überzeugte sich Sprecherin Nicole Berkmann bei einem Lokalaugenschein im Interspar Salzburg selbst vom erfolgreichen Start des Euro. "Es hat alles wunderbar funktioniert", sagte sie am Mittwochnachmittag.

Auch die Arbeiterkammer bestätigt, dass der heimische Handel offenbar gut auf die neue Gemeinschaftswährung vorbereitet ist. Die Kassen seien gut besetzt und die meisten Menschen behielten weiter ihre Coolness gegenüber dem Euro. Die Logistik im Vorfeld habe offenbar gut funktioniert, es gebe weder an den Bankomaten, noch im Handel Engpässe bei Wechselgeld.

"Ganz schöne Stimmung"

"Es war eigentlich eine ganz schöne Stimmung", beschreibt Berkmann die Einkäufe am ersten echten Euro-Tag. Die Kassiervorgang hätten zwar ein wenig länger gedauert, weil viele Kunden mit dem neuen Geld noch nicht vertraut seien, gleichzeitig seien aber Gespräche an den Kassen geführt worden, wie dies sonst nicht üblich sei. Unserer Mitarbeiter sind alle hoch motiviert und die Leute offenbar auch sehr positiv eingestellt", so die Spar-Sprecherin. Ihrer Schätzung nach zahlten heute bereits etwa die Hälfte der Kunden mit Euro. Vor allem ältere Kunden zögen es vor, ihre Bargeldbestände zur Gänze in der Bank in Euro zu wechseln, um nicht mit zwei Währungen in Verwirrung zu kommen.

Die Feuertaufe bei Billa fand bereits am Neujahrstag statt. Die beiden Wiener Bahnhofsfilialen (Franz-Josefs-Bahnhof und Praterstern) sowie der Supermarkt am Flughafen sperrten auf - allerdings erst um 12 Uhr und nicht um 7 Uhr. Trotz des größeren Ansturms zu Beginn sei es zu keinen längeren Wartezeiten gekommen. Auch der Einsatz von "Euroberatern", zu denen meist die Filialeiter ausgebildet wurden, fände großen Anklang, heißt es weiter. (APA)

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