Bei Kämpfen in Tschetschenien zehn Zivilisten getötet

2. Jänner 2002, 15:27
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Moskau spricht von 30 Toten

Moskau - Bei Kämpfen zwischen russischen Soldaten undtschetschenischen Separatisten sind zehn Zivilisten getötet worden.Der Sender Moskauer Echo berichtete am Mittwoch unter Berufung auftschetschenische Vertreter, unter den Toten seien Frauen und eineinjähriges Kind. Russische Truppen hätten das von ihnen seit Tagenbelagerte Dorf Zazan-Jurt unter heftigen Beschuss genommen. DieTschetschenen töteten nach eigenen Angaben 40 Soldaten, die russischeArmee bestritt dies jedoch.

Erst am Vortag hatte der Kreml die Tötung von 75 tschetschenischenKämpfern bei einer "Spezialoperation" gemeldet. Russland versuchtseit Herbst 1999 durch eine zweite Militärintervention das abtrünnigeTschetschenien wieder in die Föderation einzugliedern. Bisher ist esallerdings nicht gelungen, zu einer klaren Lösung zu kommen.

Moskau spricht von 30 Toten

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB berichtete unterdessen vonetwa 30 getöteten Tschetschenen bei einer mehrtägigen Operation derrussischen Einheiten. Seit Ende Dezember sei in dem Ort Zozin-Jurt(etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt Grosny) ein Trupp von 100tschetschenischen Kämpfern eingekesselt. Die Verluste der russischenSeite bezifferte der FSB auf drei Tote und mehrere Verwundete. DieBewohner des Dorfes hätten sich in Sicherheit bringen können. (APA)

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