Zweisprachige Schilder im Straßenverkehr

2. Jänner 2002, 15:30
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Autobahn-Wegweiser müssen auch slowenische Bezeichnung aufweisen

Klagenfurt - Die Weisung von Landeshauptmann Jörg Haider (F), in Kärnten auf den Autobahnen die Wegweiser nach Slowenien "einzudeutschen", ist durch die österreichische Straßenverkehrsordnung (StVO) nur insofern gedeckt, dass deutschsprachige Aufschriften gestattet sind. Sie dürfen jedoch nicht allein aufscheinen.

Haider hat kürzlich die Weisung erteilt, das Wort "Ljubljana" auf den Wegweisern der Autobahnen in Kärnten durch "Laibach" zu ersetzen. In der StVO ist festgehalten, dass deutsche Bezeichnungen durchaus zulässig sind. Im § 53(2) heißt es wörtlich: "Auf Vorwegweisern, Wegweisern und Orientierungstafeln sind Namen von Orten, die im Ausland liegen, nach der offiziellen Schreibweise des betreffenden Staates (zum Beispiel: Bratislava, Sopron, Maribor) anzugeben. Die zusätzliche Anbringung einer allfälligen deutschsprachigen Ortsbezeichnung (Preßburg, Ödenburg, Marburg) ist zulässig."

Nur ein zweisprachiger Vorwegweiser

Derzeit gibt es in Kärnten einen einzigen zweisprachigen Vorwegweiser beim Karawankentunnel. Seit Jahren lautet die Aufschrift "Ljubljana-Laibach". Auf Grund der StVO müsste dies auch bei den übrigen Autobahn-Tafeln der Fall sein. "Laibach" allein ist unzulässig.

Auf der slowenischen Seite des Karawankentunnels wird diese Vorgangsweise längst gehandhabt. Zu lesen ist "St. Jakob- Sv. Jakob" und "Villach-Beljak". In der Hauptstadt Ljubljana (Laibach) und der zweitgrößten Stadt Maribor (Marburg) allerdings gibt es nur einsprachige Tafeln, die nach Beljak (Villach) und Gradec (Graz) weisen. (APA)

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