Naturkatastrophen forderten 2001 mindestens 25.000 Todesopfer

2. Jänner 2002, 21:51
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Am verheerendsten war die Erdbeben-Serie zu Beginn des Jahres - am teuersten kam Wirbelsturm Allison

München - Vorsichtigen Schätzungen der Münchener Rückversicherung zufolge haben Naturkatastrophen im vergangenen Jahr mindestens 25.000 Menschenleben gefordert. Die Zahlen könnten sich nach dem verheerenden Erdbeben in Indien aber noch viel weiter nach oben bewegen. Die weltweit entstandenen Schäden belaufen sich nach Angaben des Versicherers auf rund 41 Mrd. Euro.

"Die Erdbeben-Serie in Indien und El Salvador, Anfang des Jahres, hat weite Landstriche verwüstet und große Schäden angerichtet", so Gerhard Berz, Leiter des Fachbereichs GeoRisikoForschung bei der Münchener Rückversicherung. "Offiziell sind in Indien 14.000 Erdbebenopfer bestätigt worden", so der Spezialist. Es sei aber zu befürchten, dass deutlich mehr Menschen ums Leben kamen. Der Großteil der Schäden sei nicht versichert gewesen.

Kostspielige Allison

Der teuerste Schaden wurde vom Wirbelsturm Allison in den südlichen USA verursacht. Mit sechs Mrd. Dollar wird die Naturkatastrophe in die Geschichte eingehen. "Von Natur-Größtschadenereignissen sind die amerikanischen Versicherer in diesem Jahr allerdings trotzdem verschont geblieben", so Berz. Mehr als zwei Drittel aller Katastrophen waren Stürme und Überschwemmungen. Der größte Hagelschaden aller Zeiten wurde nach einem Unwetter im April aus Kansas City gemeldet: 2,5 Mrd. Dollar betrug der Sachschaden.

Die Münchener Rück sieht einen Zusammenhang zwischen der Klimaveränderung und der Zunahme von Wetterkatastrophen. 2001 ist als zweitwärmstes Jahr seit dem Beginn der Temperaturmessungen vor rund 160 Jahren eingegangen. (pte)

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