Ein Packerl Zigaretten mit einem Tausender

3. Jänner 2002, 15:00
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Handel hat Probleme als "Wechselstube" - Bankomatzahlungen stark gestiegen

Wien - "Es läuft relativ zufrieden stellend", sagt Iris Sturzeis, Eurobeauftragte der Sektion Handel in der Wirtschaftskammer nach einer ersten Tour d'horizon durch Wiener Handelsbetriebe am 2. Jänner. Die Wechselgeldausstattung sei ausreichend.

Bei kleineren Betrieben wie Tabaktrafiken gebe es aber manchmal Probleme, wenn Kunden ihr Packerl Zigaretten mit einem 1000-S-Schein oder gar mit einem Fünftausender bezahlen und dann das Wechselgeld in Euro bekommen wollen.

Bankomatzahlungen stark gestiegen

Ähnliches berichtet auch Wolfgang Goger, Geschäftsführer des Saturn-Elektromarktes im SCS-Multiplex südlich von Wien. "Viele bezahlen eine CD, die 200 Schilling kostet, mit einem Tausender." Aber auch die Bankomatzahlungen seien stark gestiegen, "sicher um 50 Prozent". Grundsätzlich sei es mit den Kunden "sehr einfach, einfacher, als wir geglaubt haben".

Christian Schett, Marketingleiter der Lebensmittelkette Zielpunkt, sagt hingegen: "Die Wartezeiten haben sich verdoppelt, da viele Kunden ihre Restbestände an Schilling und Groschen loswerden wollen." Entschärft werde die Situation aber dadurch, dass die Kundenfrequenz in der Urlaubszeit niedriger sei.

Der Euro ist zugleich Anlass für Marketingaktionen. So verrechnet die Fotokette Hartlauer allen, die mit Kundenkarte zahlen, für einen Euro 13 statt 13,7603 S. Robert Hartlauer hofft dadurch auf Mehrumsatz. (szem, DER STANDARD, Printausgabe 3.1.2001)

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