"Mehr Kunden als am Weltspartag"

2. Jänner 2002, 15:29
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Andrang auf Österreichs Banken am ersten Werktag mit dem Euro

Wien - Großer Andrang auf heimische Bankfilialen herrschte am ersten Werktag mit dem Euro als gesetzliche Zahlungsmittel am Mittwoch. "Wir haben mehr Kunden als am Weltspartag", sagte eine Sprecherin der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen am Mittwoch. Zusätzlich zum normalen Schalterbetrieb würden Kunden in den Foyers der Ersten von eigens eingeschulten Euro-Hostessen und Hosts betreut.

Technisch sei die Euro-Umstellung reibungslos verlaufen, mit Jahreswechsel seien 9,3 Millionen Kundenkonten automatisch auf Euro umgestellt worden. Bis vor kurzem sei die Bargeldausgabe der 1.850 Bankomaten und Geldabgabeautomaten der Erste Bank noch reibungslos verlaufen, seit kurzem gebe es aber offenbar Probleme bei der Betreibergesellschaft.

Bank Austria: Umstellung erfolgreich abgewickelt

Auch die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe hat die Umstellung vom Schilling auf das Euro-Bargeld eigenen Angaben zufolge "erfolgreich" abgewickelt. Zu außertourlichen Problemen sei es nicht gekommen, erklärte Bank Austria-Sprecherin Margit Schmid-Weihs am Mittwoch. Von den 565 Geldausgabeautomaten seien derzeit exakt 15 Stück oder 2,7 Prozent außer Betrieb, das sei ein "absolut normaler Wert", hieß es. Für die Wartung der Geräte ist die Europay-Tochter APSS zuständig.Mehr als 13 Millionen Konten der BA/CA-Gruppe wurden von Schilling auf Euro umgestellt, pünktlich zum Jahreswechsel seien die Geldausgabeautomaten zur Verfügung gestanden.

Auch bei den Österreichischen Volksbanken (ÖVAG) gab es bei der Umstellung auf den Euro per Jahreswechsel 2002 keine Probleme. Bis Silvester gaben die Volksbanken österreichweit insgesamt 300.000 Startpakete an Privatkunden ab.

Software-Probleme bei Raiffeisen-Landesbank NÖ-Wien

Ein Softwarefehler ließ bei einigen Filialen der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) am Mittwoch vormittag die Schlangen vor den Bankschaltern noch länger werden: Manche der automatischen Kassen-Tresore konnten Euro-Banknoten nicht erkennen. Von dem Software-Defekt seien zehn Standorte in Wien betroffen gewesen, sagte ein Sprecher der RLB NÖ-Wien. Mittlerweile sei der Defekt per Fernwartung aber behoben worden. (APA)

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