BA CA sieht für Österreichs Industrie kein Ende der Rezession

2. Jänner 2002, 12:47
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Einkaufsmanger-Index signalisiert trotz Verbesserung rückläufige Produktionserwartung

Wien - Die Dezemberumfrage zur Ermittlung des Einkaufsmanager-Index (EMI) der Bank Austria Creditanstalt-Gruppe (BA/CA) bestätigt pessimistische Sichtweisen über die Konjunktur in Österreich. Der saisonbereinigte Index verzeichnete im Dezember mit 43,7 nach 43,3 im November zwar eine leichte Erholung, mit einem Wert unter 50 zeigt er jedoch weiterhin an, dass die Industrie mit rückläufigen Produktionszahlen rechnet.

Derzeit gehen die Ökonomen der BA/CA von einem Wirtschaftswachstum in Österreich von knapp unter einem Prozent für 2002 aus. Wenn jedoch die Industrie in den nächsten Monaten keine Erholung signalisiere, werde die Abschwächung der Konjunktur deutlicher ausfallen als allgemein erwartet, warnt Marianne Kager von der BA/CA in einer Aussendung am Mittwoch. Für Österreichs Industrie sei die Rezession daher keineswegs vorüber.

Rückgang der Industrieproduktion setzt sich fort

Die Zahl der Unternehmen, die bei der Dezemberumfrage eine im Vergleich zum Vormonat schrumpfende Produktion meldeten, hat laut BA/CA erneut zugenommen und damit den schlechtesten Wert seit Beginn der Befragung im Oktober 1998 erreicht. Der Rückgang der Industrieproduktion in Österreich werde sich weiter fortsetzen und habe sich zum Jahreswechsel wahrscheinlich sogar noch verstärkt, so Kager.

Die Anzahl der Unternehmen, die im Vergleich zum Vormonat ein sinkendes Auftragsvolumen meldeten, ist hingegen leicht zurückgegangen. Trotzdem sieht sich die Mehrheit der befragten Unternehmen weiterhin mit einer rückläufigen Auftragslage konfrontiert.

Die seit September besonders pessimistische Sicht der Beschäftigungssituation hält ebenfalls weiter an. Damit setzt sich der im Sommer begonnene Beschäftigungsabbau in der Industrie weiter fort, eine Erholung ist laut Kager derzeit nicht zu erkennen. (APA)

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