How to: Umstellung auf den Euro

2. Jänner 2002, 12:06
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Ist ihr Rechner bereit für die neue Währung ?

Ein gutes halbes Jahrhundert lang war er das Wahrzeichen österreichischer Prosperität. Nun wurde der Schilling wie zwölf andere europäische Währungen mit dem ersten Januar durch den Euro abgelöst. Das Ende Moritz M. Daffingers und der anderen berühmten Persönlichkeiten auf den verschiedenen Schillingnoten sorgt allerdings nicht nur bei europäischen Ökonomen für rauchende Köpfe. Zahllosen Anwendungen auf Heim- und Business-PCs müssen umgestellt werden. DerStandard.at zeigt, wie es geht.

Ist ihr Rechner eurofähig ?

User von aktueller Software müssen sich höchstwahrscheinlich keine Sorgen um die Kompatibilität zur neuen Währung machen. Programme wie Office 2000 oder XP sowie neuere Versionen StarOffice können problemlos mit dem Euro rechnen und das Logo darstellen.

Ältere Programme und Betriebssysteme wie Windows 95 und NT bedürfen häufig noch Updates. Oft stellen Anwendungen wie Office 97 oder einige Schriften das Eurologo nicht oder verfälscht dar. Aus diesem Grunde hat Microsoft für User der älteren Produkte Downloadpakete für Office und Windows bereitgestellt.

Das Problem betrifft auch User von Apple Macintosh-Rechnern, deren Systemsoftware MacOs älter als Version 8.5 ist. Auch hier ist ein Update für Schriften kostenlos erhältlich.

Kostenlose Programme

Obwohl der Euro für viele derzeit noch ein auf der Bank erhältliches Kuriosum darstellt, wird er in wenigen Monaten zum alltäglichen Zahlungsmittel. Aus diesem Grunde sollte ein PC standardmäßig für den Euro konfiguriert sein. Diese Änderungen können in der Systemsteuerung unter "Ländereinstellungen" durchgeführt werden.

Vielen bereitet die Umrechnung des neuen Geldes das meiste Kopfzerbrechen. Neben kleinen Plastikrechnern, die reißenden Absatz finden, existiert auch eine Vielzahl kommerzieller und kostenloser Programme im Internet. So stellt die Homepage der Europäischen Union einen Online-Recher zur Verfügung.

Ebenfalls kostenlos ist der HS Euro Converter. Das mehrsprachige Programm bietet neben der Umrechnung in Euro sowie in andere europäische Währungen auch die Konvertierung in frei wählbare ausländische Divisen. Die Umrechnungskurse zum Euro sind für die Außenwährungen editierbar lassen sich mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank synchronisieren, für die 12 Euro-Währungen entsprechen sie den am 31.12.1998 endgültig festgelegten Umrechnungsfaktoren.

Kommerzielle Software: ältere Dokumente konvertieren

Ein großes Angebot hat sich in den letzten Monaten rund um die Konvertierung älterer Office-Dokumente gebildet. Eine Vielzahl von Unternehmen bieten mehr oder minder nützliche Software zur Umstellung der Währung an.

Eine praktische Sammlung von Tools bietet Eurofont an. Das Programm findet relevante Excel-Dateien, Access-Datenbanken und Word-Dokumente auf PC- und Netz-Laufwerken und schlägt Euro-Werte zur Umrechnung vor. Durch die Erstellung von Sicherungskopien bleibt das Originaldokument geschützt.

Ähnlich praktisch ist "Die große Euroumstellung" von Gdata Software. Durch einen Download-Manager können aktuelle Währungskurse in das Programm miteinbezogen werden.

Probleme mit älteren Druckern

Das Drucken von Dokumenten stellt bei vielen älteren Druckern ein großes Problem dar. Aus diesem Grunde bietet Hewlett-Packard kostenlos für alle gängigen Drucker einige spezielle Euro-Schriftarten an. Es kann zwischen Font-Paketen für Windows, DOS und UNIX gewählt werden. (eru)

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