Grazer geriet in Rage und warf seinen Hund aus dem Fenster

2. Jänner 2002, 16:32
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Zahlreiche Gewaltdelikte in den ersten Stunden des Neuen Jahres

Graz - Die Kriminalstatistik der Neujahrsnacht in Graz weist neben Sachbeschädigungen, Kleinbränden und Raufereien auch zahlreiche Gewaltdelikte in der Familie auf. Ein besonders tragischer Fall endete mit dem Tod eines Rottweilers: Der Besitzer hatte ihn, nachdem er mit seiner Freundin und deren Vater ins Streit geraten war, aus dem dritten Stock geworfen.

Der Lagerarbeiter M. P. (29) hatte zunächst in der Neujahrsnacht in der Wohnung seiner 20-jährigen Freundin randaliert und u.a. einen Fernseher zertrümmert. Als er später nochmals in die Wohnung zurückkehrte, hatte er seinen Hund, einen Rottweiler, dabei. Im Stiegenhaus entspann sich mit seiner Freundin und deren Vater erneut ein Streit. Laut Polizei geriet P. "in Rage" und warf seinen Hund aus dem Fenster im dritten Stock. Gegenüber P. wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Er wurde außerdem wegen Tierquälerei angezeigt.

Fusstritte und Verbrennungen

Ausgerastet war auch ein 19-jähriger Grazer, der in den frühen Morgenstunden alkoholisiert nach Hause kam und seine 20-jährige Lebensgefährtin mit einem anderen Mann im Bett antraf. Er attackierte die beiden und bedrohte sie. Die Polizei verfügte die Wegweisung und verhängte ein Betretungsverbot.

Ebenfalls eine unangenehme Erfahrung, wenn auch in anderem Zusammenhang, machte in den ersten Stunden des Neuen Jahres ein Besucher der Grazer Innenstadt: Als er eine mobile Toilette auf dem Glockenspielplatz benutzte, warf ein unbekannter Täter einen Feuerwerkskörper durch eine Öffnung am Dach in die Kabine. Der 22-Jährige wurde im Genick getroffen und erlitt Verbrennungen zweiten Grades am Kopf. (APA)

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