Diese Tools spionieren Sie aus

3. Jänner 2002, 09:25
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Spyware: Wo sich die Anwendungen verstecken und was User dagegen unternehmen können

Immer mehr Spyware macht das Surfen im Internet zu einem gefährlichen und ärgerlichen Unterfangen. Über 400 Varianten der "Schnüffel-Software" sind zur Zeit bekannt. Diese Tools sammeln Daten, wie etwa Bookmarks, kennen ihre Hobbys und Gewohnheiten oder leiten Domain-Namen um. Chip Online führt hinter die Kulissen der Spysoftware-Tricks und zeigt wie Anwender sich gegen Spionage schützen können.

Banner oder Spionage

Da bekannte Werbung im Internet, wie etwa Bannerschaltung, bei vielen Usern auf immer mehr Kritik stößt und auch Werbetreibende mit den erzielten Klicks auf ihre Werbebotschaft nicht zufrieden sind, suchte man nach neuen Werbeformen. User-Daten sind im Internet ein wichtiges Gut. So dauerte es nicht lange bis sich so genannte "Spyware" als "Stein der Weisen" herausstellte. Die "Schnüffel-Tools" haben die Aufgabe Surfer im Web bei ihren Reisen zu begleiten und Vorlieben der zukünftigen Kunden zu speichern. Mit den so gesammelten Daten lassen sich perfekt zu verkaufende Kundenprofile erstellen. Oft wissen Werbefirmen so mehr über ihre Kaufwünsche und Interessen als so manche Freunde oder Lebenspartner.

Spyware - wo sie steckt

Spyware befindet sich in vielen Programmen, die kostenlos zu beziehen sind. User stimmen meist der Überwachung auch noch zu, da eine Lizenzvereinbarung zu bestätigen ist. Wer die Lizenzvereinbarung nicht unterschreibt, kann das Programm auch nicht nutzen, so die traurige Realität. Mit dem kostenlosen Tool Ad-Aware der Firma Lavasoft lassen sich versteckte Spionage-Tools aufspüren. Schon über 400 verschiedene Programme, darunter echte Download-Renner haben die Spyware inkludiert.

Gefahr durch Download-Manager

Neben vielen MP3-Clients, die mehr oder weniger gefährliche Spyware installiert haben, sind vor allem Download-Manager mit Spionage-Software zugepflastert. Auch Internet-Telefonie-Dienste finanzieren sich über Spyware. Einen traurigen Rekord verzeichnet der Webbeschleuniger "NetSonic": Das Anti-Spyware-Tool AdAware fand bei näherer Überprüfung rund 65 verdächtige Einträge, darunter Dateien, Registry-Schlüssel und Verzeichnisse.

Auch Opera und Spiele

Opera, laut eigenen Angaben der schnellste Browser der Welt, steht zum ersten Mal in einer kostenlosen Version zur Verfügung, die sich über Werbebanner im Browser finanzieren soll. Der Browser dürfte laut Angaben von Chip unter anderem erkennen aus welchem Land der Surfer kommt, da landesspezifische Werbung eingeblendet wird. Auch Blizzard macht sich bei einer Änderung seiner Lizenzbedingungen bei seinen "Diablo 2"-Internet-Usern nicht beliebt. So dürfen unter anderem Cookies platziert und der Computer beziehungsweise das Betriebssystem identifiziert werden.

So wird man Spy-Ware los

Das schon zu Beginn erwähnte Tool "Ad-Aware" spürt Spyware auf und eliminiert sie. Dies ist für Internet-User wohl die einfachste und zuverlässigste Methode gegen Spyware vorzugehen. Allerdings verweigern manche kostenlos aus dem Internet bezogenen Programme nach einer Untersuchung mit Ad-Aware den weiteren Dienst und lassen sich nicht mehr starten. (red)

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