Vorbereitungsgipfel südasiatischer Außenminister in Nepal

2. Jänner 2002, 10:48
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Indisch- pakistanischer Konflikt kein Diskussionsthema

Kathmandu - Die Außenminister der Mitgliedsländer der Südasiatischen Vereinigung für Regionale Zusammenarbeit (SAARC) wollen bei ihrem Treffen in Nepal nicht über den gegenwärtigen Konflikt zwischen Indien und Pakistan sprechen. Die Diskussion über den regionalen Freihandel und den Kampf gegen die Armut sollte im Mittelpunkt der Konferenz stehen, zu der die meisten Teilnehmer am Mittwoch in Kathmandu eingetroffen sind. Am Wochenende treffen die Regierungschefs von Indien, Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka, Nepal, dem Königreich Bhutan und den Malediven in der nepalesischen Hauptstadt zusammen.

Die Außenminister Indiens und Pakistans werden am Mittwoch erstmals seit dem Terroranschlag auf das Parlament in Neu-Delhi am 13. Dezember an einem Tisch sitzen. Der Beginn der Beratungen verzögerte sich jedoch wegen dichten Nebels in der indischen Hauptstadt, durch den der Abflug von Außenminister Jaswant Singh behindert wurde.

Das SAARC-Gipfeltreffen kann nur stattfinden, wenn alle Mitgliedsländer daran teilnehmen. In der Vergangenheit wurden ähnliche Treffen abgesagt, weil Indien wegen des Dauerkonflikts mit Pakistan und des Militärputschs in Islamabad nicht mit Vertretern aus dem Nachbarland sprechen wollte.

Die indische Regierung kündigte an, dass es zu keinen bilateralen Gesprächen mit Pakistan am Rande des SAARC-Treffens kommen werde. "Es ist kein Treffen mit Pakistan geplant", sagte ein Regierungssprecher. Es wurde erwartet, dass sich die Gipfelteilnehmer darauf einigen werden, den Rahmen für eine Freihandelszone bis Ende des Jahres festzulegen. Mit dem Vertrag sollen alle Zölle zwischen den SAARC-Mitgliedern abgeschafft werden. (APA/AP)

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