Preisanstiege bei Speicherchips

2. Jänner 2002, 10:56
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Hynix erhöht um 30 Prozent, auch Samsung plant höhere Vertragspreise

Seoul - Der weltweit drittgrößte Speicherchip-Hersteller Hynix Semiconductor hat eigenen Angaben zufolge bei seinen langfristigen Vertragskunden die Preise um durchschnittlich 30 Prozent angehoben und hat damit einen Anstieg der Aktien in der Chip-Branche ausgelöst. Der Preisanstieg für 128 Megabit-Chips (DRAM-Speicherchips) sei am Dienstag umgesetzt worden, teilte Hynix am Mittwoch mit. "Mit der Verbreitung von (dem Betriebssystem) Windows XP steigen die Verkaufszahlen von Personal Computern", sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Ein Boom des PC-Verkaufs in China rechtfertige ebenfalls die Kostenanhebung.

Der weltgrößte Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics erwägt eigenen Angaben zufolge nun ebenfalls, die Chippreise für Vertragskunden anzuheben. "Die Vertragspreise müssen wieder angepasst werden, um den Abstand zu den Spotpreisen zu verkleinern", sagte ein Samsung-Mitarbeiter. Wie hoch der Preisanstieg ausfallen werde, wollte er nicht sagen.

Samsung und Hynix hatten Ende vergangenen Jahres ihre Preise für DRAM-Speicherchips zweimal erhöht. Zurzeit befindet sich Hynix in Gesprächen mit seinem US-Konkurrenten Micron, dem der Konzern eigenen Angaben zufolge möglicherweise einen Großteil seines Kerngeschäfts mit DRAM-Speicherchips verkaufen will.

Nach der Ankündigung von Hynix gewannen die Aktien des deutschen Chipherstellers Infineon an der Frankfurter Börse um fünf Prozent auf 24,10 Euro. Die Aktien von Philips legten in Amsterdam um 2,16 Prozent auf 34,10 Euro zu. (APA/Reuters)

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    epa/hiekel
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