Deutscher durch Schneebrett in Vorarlberg getötet

2. Jänner 2002, 08:46
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Ein Verschütteter konnte sich selbst befreien

Bregenz - Tragisch hat am Neujahrstag ein Skiausflug für einen 36-jährigen Skifahrer aus Oldenburg (Deutschland) geendet. Der Mann wurde im Skigebiet Rauz-Valfagehr (Arlberg-Klostertal) von einem Schneebrett mitgerissen. Er stürzte über teilweise senkrechtes Felsgelände und erlitt tödliche Verletzungen. Sein 38-jähriger Begleiter aus Münster konnte sich unverletzt aus den Schneemassen befreien.

Die beiden Männer hatten das Schneebrett vermutlich selbst ausgelöst. Sie waren gegen 14.00 Uhr im Arlberggebiet auf einer markierten Piste Richtung Alpe Rauz unterwegs, querten im oberen Drittel die Abfahrt zur Skiroute Pfannenkopf und fuhren hintereinander mit wenig Abstand in einen steilen Südhang ein. Plötzlich löste sich ein rund 80 Meter breites Schneebrett und riss beide Skifahrer mit.

Während der 38-jährige nach etwa 60 Metern mit einem Teil der Schneemassen zum Stillstand kam und sich unverletzt selbst befreien konnte, stürzte sein Begleiter 400 Meter über teilweise senkrechtes Felsgelände ab. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu. Zur Bergung der Verunglückten waren rund 60 Helfer von Bergrettung, Alpingendarmerie, Feuerwehr und den Skischulen Stuben, Klösterle und St. Anton sowie zwei Lawinenhunde und der Hubschrauber "Gallus 1" im Einsatz. (APA)

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