Lukrative Hobbits

1. Jänner 2002, 21:24
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"Herr der Ringe" verteidigt in den USA Platz eins, Soderberghs "Ocean's Eleven" ebenso souverän Platz zwei

New York - Hobbits waren auch am letztenWochenende des jahres 2001 wieder die großen Stars in den Kinos Nordamerikas. MitKasseneinnahmen von weiteren 37,4 Millionen Dollar (42,4 Mill.Euro) von Freitag bis Sonntag blieb "Der Herr der Ringe"in den USA und Kanada auf Platz 1 der Kino-Charts. Damit hat derFantasy-Film zwölf Tage nach dem Start allein in Nordmarika bereits154,5 Millionen Dollar in die Kinokassen gebracht.

Der lange erwartete Film über das Leben des Box-WeltmeistersMuhammad Ali mit Will Smith in der Titelrolle erreichte mit 15,3 Millionen Dollar nur Platz3. "Ali" kam nicht an der schon einige Wochen laufendenKriminalkomödie "Ocean's Eleven" vorbei. Der neben anderen Stars mitGeorge Clooney und Julia Roberts attraktiv besetzte neue Film von Steven Soderbergh, der am 11. Jänner in Österreich anlaufen wird, hielt sichmit 17,4 Millionen Dollar weiter auf dem zweiten Rang.

Oscar-Kandidaten pro forma

Der als Oscar-Anwärter gehandelte Film "A Beautiful Mind" mitRussel Crowe in der Rolle eines genialen, aber zugleich auchschizophrenen Mathematikers schaffte nur den achten Rang.

Einigeweitere neue Filme, die Hollywood-Studios rechtzeitig vorJahres- und damit Anmeldeschluss in das Oscar-Rennen schickten, kamen nur deshalb nichtin die Gruppe der Top Ten, weil sie mit Absicht vorerst nur in einigen wenigenKinos gezeigt wurden.

Dazu gehört das bereits viel diskutierte neue Werk von RidleyScott "Black Hawk Down" um den fehl geschlagenen US-Truppeneinsatz inSomalia.

Auch das Drama "Monster's Ball" mit Billy Bob Thornton undHalle Berry wurde von der Kritik hoch bewertet, startete jedochzunächst nur fünf ausgewählten Filmtheatern.

Die düstereKriminalkomödie "Gosford Park" von Regisseur Robert Altmann, die nacheinem Filmjahr ohne klare Favoriten, ebenfalls als preisverdächtiggilt, war vorerst nur in neun Kinos zu sehen. (APA/dpa)

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