Bundesstaaten: Kein Aufschub für Microsoft

1. Jänner 2002, 21:57
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Dem Softwareriesen seien die Gründe ausgegangen

Washington - Neun gegen einen Vergleich mit Microsoft eingestellte US-Bundesstaaten haben das Gericht aufgefordert, den vom Softwarekonzern geforderten Aufschub im laufenden Kartellverfahren abzulehnen. Microsoft hatte beantragt, Anhörungen zu alternativen Sanktionen aufgrund des festgestellten Missbrauchs seiner markt- beherrschenden Stellung um vier Monate zu verschieben. Die opponierenden Bundesstaaten würden eine "dramatische Ausweitung" möglicher Sanktionen fordern, erklärte Microsoft. Die Staaten begründeten ihren Antrag bei Richterin Colleen Kollar-Kotelly am Montag damit, dass Microsoft in seiner Eingabe nur unwesentlich mehr Gründe genannt habe, als die, die bereits zuvor zurückgewiesen worden waren.

Nach den jetzigen Plänen will Kollar-Kotelly am 11. März die Anhörungen zu Alternativen beginnen. Zur gleichen Zeit starten Anhörungen, ob die bisher erreichte Einigung dem Gemeinwohl entspreche. Das US-Justizministerium und neun weitere Bundesstaaten hatten zuvor einer Einigung mit Microsoft zugestimmt. (Reuters, Der Standard, Printausgabe, 02.01.02)

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