Luxemburg: Preisvergleich führt zu Steuerschocks

1. Jänner 2002, 20:06
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Luxemburg - Wie viele seiner Landsleute zeigt sich auch Romain Terzi über die Ankunft des Eurogeldes sehr erfreut. "Das gemeinsame Geld macht es für uns natürlich einfacher", sagt der Luxemburger, der in Strassen einen Handel mit Tabak und Spirituosen betreibt.

Weil die Steuern auf diese Produkte viel geringer sind als in den Nachbarländern Frankreich, Deutschland und Belgien, existiert im kleinsten EU-Land ein ansehnlicher Einkauftourismus. "Vor allem die Franzosen schauten auf jeden Centime", erzählt Terzi.

Probleme mit der neuen Währung haben die vielsprachigen, weltläufigen Luxemburger kaum. Hier wurde seit jeher mit Geld jeglicher Provenienz viel Geld verdient. Seit Jahrzehnten gab es bereits eine Franc-Währungsunion mit Belgien. Nicht zuletzt deshalb wies Premierminister Juncker darauf hin, was der Euro politisch für sein kleines Land bedeutet: einen Zugewinn an Souveränität in der Union. Mit dem Euro werden viele Luxemburg-Reisende vor allem bei Direktpreisvergleichen schockiert sein: Ein Liter Normalbenzin kostet dort nur 70 Cent. In Belgien hingegen satte 94 Cent. (tom, Der Standard, Printausgabe, 02.01.02)

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