Euro-Panne in Graz

1. Jänner 2002, 14:04
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Duchatczek: Kassier hat mehrmals 25 Start-Pakete für 500 Schilling statt für 12.500 Schilling abgegeben

Graz/Wien - Der in der Oesterreichischen Nationalbank für die Euro-Bargeld-Einführung zuständige Direktor Wolfgang Duchatczek bestätigte Dienstagfrüh der APA, dass in der OeNB-Zweigstelle in Graz ein Kassier vergangene Nacht zu 25 Stück gebündelte Start-Pakete mit Euro-Banknoten und -Münzen gleich mehrmals statt für insgesamt 12.500 Schilling zum Einzelpreis von 500 S vergeben hat, pro Tranche also um 12.000 S zu "billig".

Die genaue Schadenshöhe stehe jedoch noch nicht fest, da derzeit noch unklar sei, wie oft dem Kassier dieser "menschliche Fehler in der Hitze des Gefechts" unterlaufen sei, so Duchatczek. Daher könne der Schaden durchaus auch höher sein als die in einem Radiobeitrag am Dienstagfrüh genannten 37.000 Schilling oder knapp 2.700 Euro.

Ehrliche Kunden

Entstanden sei die Panne offenbar dadurch, dass der Kassier die Bezeichnung "Paket" zu wörtlich aufgefasst habe: Jeweils 25 Stück der Euro-Banknoten/Münz-Sackerln im Gegenwert von jeweils 500 S sind nämlich als ein Paket abgepackt.

Der Fehler sei zwar "sofort bemerkt" worden, so der OeNB-Direktor. Da sei es aber für ein paar Pakete aber schon zu spät gewesen. Andererseits seien einige der zu billig erstandenen Euro-Starter-Kits in der Folge von Kunden zurückgebracht worden.(APA)

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