Knockout löst Bildmotive perfekt vom Hintergrund

1. Jänner 2002, 12:59
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Profi-Hilfe für die digitale Bearbeitung

Das Maskieren und Heraustrennen bestimmterMotivbereiche eines Fotos gehört zu den schwierigsten Aufgaben in derdigitalen Bildbearbeitung. Profis nutzen dabei das SpezialwerkzeugKnockout, das die kanadische Software-Firma Corel neu überarbeitethat. Knockout 2.0 ist jetzt keine eigenständige Software mehr,sondern wird als Plugin aus anderen Programmen aufgerufen - dabeikann es sich um den Photoshop von Adobe oder eines der beidenCorel-Programme Photo Paint und Painter handeln.

Nichtnur Vorder- und Hintergrund

Die Umrisse des auszuwählenden Bildbereichs werden mit der Mausnachgezogen - das unterscheidet Knockout nicht von Maskierungstools,wie sie bereits in den meisten Bildbearbeitungsprogrammen enthaltensind. Im Unterschied zu diesen erkennt die Spezialsoftware aber nichtnur Vorder- und Hintergrund, sondern auch einen Übergangsbereich -hier vergleicht das Programm die Farbwerte der Pixel (Bildpunkte) undkann so entscheiden, was zum Vordergrund und was zum Hintergrundgehört.

Damit können die gewünschten Bildmotive einschließlich feinsterDetails wie den Haaren in einer Porträtaufnahme perfekt vomHintergrund gelöst werden. Das Ergebnis ist umso besser, je feinerder Übergangsbereich bestimmt wird. Schließlich lässt sich dasBildmotiv weiterbearbeiten und beispielsweise in andere Fotoseinfügen - eine Aufgabe, wie sie etwa in der Werbefotografie an derTagesordnung ist.

einarbeitung

Der Einsatz von Knockout setzt eine gewisse Einarbeitung voraus,die von einem Lernprogramm unterstützt wird. Das für die Maskierungvorgesehene Bild muss als Ebene eingerichtet werden - sonst quittiertKnockout den Start nur mit der Fehlermeldung "Datei hat falschesFormat. Möglicherweise fehlen Ebenen". Ist das Bild zur Ebenegeworden, übernimmt Knockout die Arbeit und schickt die Oberflächeder Hauptanwendung beiseite.

Die Konturen des Motivs werden jetzt zwei Mal mit der Mausumrissen, einmal innen und dann außen. Dies geschieht allerdingsschneller als bei der üblichen Maskierung, weil man dabei nicht aufalle Feinheiten achten muss - dies übernimmt die Software mit einemMausklick auf den Befehl "Verarbeiten". Bei klar abgegrenztenBildbereichen kann eine der beiden Maskierungslinien auch automatischerstellt werden.

Das Ergebnis ist in den meisten Fällen auf Anhieb überzeugend:Eine einheitliche Farbfläche hat die Details des Hintergrundsersetzt, das Hauptmotiv hebt sich davon mit allen Feinheiten ab.Einige Unebenheiten werden abschließend mit dem Pixel-Radiererretuschiert; wo Knockout zu viele Pixel weg geboxt hat, kann auf diegleiche Weise auch der Vordergrund wieder hergestellt werden.

Für Win und Mac

Knockout 2 ist für Mac OS X, Windows 2000 und Windows XPentwickelt worden, lässt sich aber auch noch unter Mac OS 8.6 oderWindows 98 nutzen. Neben einer der genannten Anwendungen für dieBildbearbeitung ist möglichst viel Arbeitsspeicher ratsam - empfohlensind mindestens 128 MB. Das Programm in der von Corel aufgelegtenReihe procreate wird zum Preis von 408 Euro vertrieben. (APA/AP)

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