Feuerwerkskörper lösten zahlreiche Brände in Österreich aus

1. Jänner 2002, 15:46
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Kaum Zwischenfälle in Wien - Pyrotechnische Gegenstände beschlagnahmt

Wien - Feuerwerkskörper haben in der Silvesternacht in Österreich zahlreiche Brände ausgelöst. So standen die Feuerwehren im Burgenland, in Niederösterreich, im Kärnten und in Salzburg im Großeinsatz. In Wien gab es trotz der größten Party kaum "heiße" Zwischenfälle. Allerdings wurden von der Polizei Tausende pyrotechnische Gegenstände beschlagnahmt. Es hagelte Anzeigen.

In Obergrafendorf in Niederösterreich (Bezirk St. Pölten) wurde die Hecke eines Pensionisten "in Brand geschossen". In Hollabrunn hatte die Isolierung einer Firstkappe durch einen abgeschossenen Feuerwerkskörper zu brennen begonnen. Eine Rakete löste acht Minuten nach der Jahreswende in Deutsch-Brodersdorf einen Brand aus. Eine rund 600 Quadratmeter große Scheune wurde ein Raub der Flammen.

Einsatzflut in Burgenland

Am Silvestertag war außerdem in einem Kellerabteil eines Baumarktes am Tullner Hauptplatz ein Brand ausgebrochen. Bei den Erhebungen stellte sich heraus, dass Unbekannte "Schweizer Kracher" und Zeitungspapier in einen Lüftungsschacht geschmissen hatten. Bei allen Zwischenfällen gab es keine Verletzten.

Mit einer wahren Einsatzflut begann das neue Jahr für Burgenlands Feuerwehren: Mindestens zehn Mal mussten die Florianijünger rund um die Silvesternacht zu Brandeinsätzen ausrücken. Die meisten Flammen wurden durch Feuerwerkskörper verursacht und verliefen glücklicherweise relativ glimpflich.

Brände in Kärnten

Silvesterfeiern in Kärnten lösten vor allem in Oberkärnten eine ganze Reihe von Bränden aus. Allein im Bezirk Spittal loderten in der Nacht auf Dienstag 51 Mal die Flammen. Das folgenschwerste Feuer brach in einem Wirtschaftstrakt in Feffernitz (Gemeinde Paternion) aus. Ein Feuerwerkskörper setzte das Objekt in Brand, das Gebäude wurde völlig vernichtet. Der Sachschaden beträgt etwa 500.000 Euro (knapp sieben Millionen Schilling).

Einen Großeinsatz hatte die Freiwillige Feuerwehr Zell am See (Salzburg) in der Neujahrsnacht. Weil sich in einem Holzgartenhaus, das Feuer fing, Gasflaschen befanden, musste die angrenzende Westbahnstrecke wegen Explosionsgefahr gesperrt werden. Die Ursache für den gefährlichen Zwischenfall war zunächst nicht bekannt. In dem Gartenhaus hatten die Besitzer den Jahreswechsel gefeiert.(APA)

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