Den Quoten nach macht RTL machte das Rennen in Deutschland

2. Jänner 2002, 13:11
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ARD auf den zweiten Platz verwiesen

RTL hat das Fernsehjahr 2001 für sich entschieden. Gemessen nach Marktanteilen steigerte sich der Kölner Privatsender um 0,5 Prozentpunkte auf 14,8 Prozent und verwies die ARD (13,7 nach 14,3 Prozent), die im Jahr 2000 noch gleichauf mit RTL lag, auf Platz zwei. Auf Rang drei landeten nach Berechnungen der GfK-Fernsehforschung Nürnberg jeweils mit 13,0 Prozent das ZDF, das 0,3 Prozentpunkte verlor, und die zusammengerechneten Dritten ARD-Programme (plus 0,3 Prozentpunkte). Auf den weiteren Plätzen folgten SAT.1 (10,1 nach 10,2 Prozent) und ProSieben (8,0 nach 8,2 Prozent).

"Große Breite und Qualität" der Programme

RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler führte den Erfolg seines Senders am Dienstag auf die "große Breite und Qualität" der Programme mit den News, Magazinen, der Unterhaltung, den Sitcoms, Serien und Movies zurück. Die höchsten Quoten erzielte RTL mit Formel-1- Übertragungen und Günther Jauchs Quizshow "Wer wird Millionär?", der mehrfach die Zehn-Millionen-Zuschauer-Marke überwand. Der im Frühjahr ausscheidende ZDF-Intendant Dieter Stolte sagte jedoch, das Jahr 2001 habe deutlich gemacht hat, "dass keiner der TV-Sender so weit entfernt ist, dass er nicht mehr eingeholt werden kann".

Abflauen der Real-Life Soaps kostet Quoten

In der zweiten Senderreihe gab Kabel 1 von 5,5 auf 5,0 Prozent nach, weil die Vorabend-Gameshows nicht mehr so gut funktionierten. Der Münchner Privatsender RTL II (von 4,8 auf 4,0 Prozent), der vor eineinhalb Jahren mit "Big Brother" Achtungserfolge erzielte, litt unter dem Abflauen der Real-Life-Euphorie. Vox verbesserte sich von 2,8 auf 3,1 Prozent, Super RTL hielt den Marktanteil von 2,8 Prozent. Der Münchner Privatsender Neun live, der bis August noch TM3 hieß, erlebte mit der Umstellung zum interaktiven Quizsender einen Einbruch von 1,1 auf 0,4 Prozent Marktanteil. (APA)

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