Pentagon schließt zivile Opfer bei Luftangriffen nicht aus

1. Jänner 2002, 15:54
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Aber Bomben galten "legitimen militärischen Zielen"

Washington - Das US-Verteidigungsministerium schließtnicht aus, dass bei den Luftangriffen vom vergangenen Wochenende imOsten Afghanistans Zivilisten getötet wurden. Wenn dies zuträfe, wärees eine "Tragödie", sagte ein Sprecher des US-Oberkommandos amSonntag in Tampa in Florida. Die Angriffe hätten jedoch einem"legitimen militärischen Ziel" gegolten. Die US-Armee habe "gewusst",dass sich in den angegriffenen Gebäuden Mitglieder derEl-Kaida-Organisation des Islamistenführers Osama bin Laden oderTaliban-Kämpfer befunden hätten.

Die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP hattewenige Stunden zuvor unter Berufung auf einen Augenzeugen gemeldet,Kampfflugzeuge hätten am Sonntagmorgen das Dorf Niasi Kala in derProvinz Paktia bombardiert. Bis zum Montag seien 92 Leichen geborgenworden, weitere Tote würden noch unter den Trümmern zahlreicherzerstörter Häuser vermutet. Kämpfer der El-Kaida-Organisation oderTaliban-Mitglieder hätten sich nicht in dem Dorf aufgehalten. (APA)

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