2002 wird für Greenpeace zum "Wal-Jahr"

1. Jänner 2002, 22:20
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Denn für die Meeresbewohner geht es heuer um alles: Walfang wird auf japanischem Boden ausverhandelt

Wien - Das Jahr 2002 wird für Greenpeace zum "Wal-Jahr". DieUmweltorganisation setzt sich für das neue Jahr zum Ziel, denKollaps des weltweiten Walschutzes zu verhindern. Für die Wale gehe es im kommenden Jahrum alles: Im Mai 2002 tagt die Internationale Walfang Kommission(IWC) in Shimonoseki, dem Heimathafen der japanischen Walfangflotte.Und Japan stehe kurz davor, das Verbot des kommerziellen Walfangs zukippen.

"Mit Entwicklungshilfegeldern kauft Japan die Mehrheit in derInternationalen Walfang Kommission," erklärtGreenpeace-Meeresbiologin Nina Thüllen, "Japan steht knapp davor, mitMitteln bis hin zur schamlosen Bestechung eine Mehrheit in der IWC zuerreichen. In dieser Situation brauchen wir Unterstützung allerWalschützer dieser Erde." Eine Möglichkeit dazu bietet das "GlobaleWale Aktionsteam", ein internationaler Zusammenschluss vonWalschützern.

Seit November 2001 ist die japanische Walfangflotte wieder in derAntarktis unterwegs. Bis zum Ende der Jagdsaison im kommenden Aprilwollen die Japaner 450 Minkewale erlegen. Greenpeace versucht das zuverhindern, einem Wal konnten die Umweltschützer auf der "ArcticSunrise" bereits das Leben retten.

Weitere Schwerpunkte der Greenpeace-Arbeit im kommenden Jahrwerden der Kampf gegen Ost-Kernkraftwerke und die Umweltverschmutzungin Osteuropa, das Eintreten für einen EU-weiten Atomausstieg, dieRettung der letzten Urwälder und die Arbeit gegen das Vordringen derGentechnik durch das Hintertürl der "Verunreinigungen" auf heimischeMärkte und Felderm sein.(APA)

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