W wie Winterschlaf und wie Weihnachten

21. Dezember 2001, 10:59
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Wenn weißer Winter wogende Wunder webt, werden wohlige Wörter wärmende Wirklichkeit, während weiterhin wohlriechende Wolken Wege weisen

W wie Winterschlaf

Manchmal wundert es einen, wo denn zur Zeit all die FreundInnen sind, denen man im Laufe des Lebens begegnet ist. Herr Winter hat eine mögliche Antwort: Heute beginnt er nämlich seinen Dienst und beendet diesen am 21. März (Was für ein Leben!). Also Herr Winter meint, dass viele FreundInnen einfach nur einen Winterschlaf machen. Viele kriechen wahrscheinlich erst im Frühjahr wieder aus ihren Hütten.

Was Herr Winter alles mitbringt, - klicken Sie hier

W wie Weihnachten

Weihnachten weltweit:

Australien

In Australien ist alles anders: Kein Schnee, kein echter Weihnachtsbaum und schon gar kein besinnliches Weihnachtsessen.

Da in Australien während der Weihnachtszeit fast überall eine große Hitze herrscht, wird das Fest häufig draußen bei einem Picknick gefeiert. Tannenbäume gibt es im fünften Kontinent kaum, so dass der Plastikbaum Einzug in die Häuser gehalten hat. Dieser wird häufig schon am 15. Dezember aufgestellt.

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Finnland - Hauskaa Joulua

In Finnland, der Heimat von Santa Claus, beginnen die Vorbereitungen für Weihnachten sehr früh. Bereits im Oktober fangen die Finnen an, Zimmerdekoration zu basteln oder Weihnachtsbazare vorzubereiten. Die Weihnachtszeit ist im dunklen Norden eine Zeit des Lichts ist, wird sie ganz besonders gefeiert! Alle Wohnungen werden liebevoll dekoriert und bis zum Heiligen Abend herausgeputzt. An diesem Tag rauchen fast alle Schornsteine des finnischen Nationalsymbols - der Sauna. Traditionell besuchen die Finnen am Weihnachtsmorgen die Sauna, um sich danach ganz entspannt den Vorbereitungen für den Abend zu widmen.

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Island - Gleðileg Jól

In Island gibt es anstelle der Türen des Adventskalenders sogenannte Lólesveinar, das sind kleine Weihnachtskerle. Es gibt deren 13, alle Söhne eines Riesenpaares. Ab dem 12. Dezember kommt jeden Tag einer dieser Kobolde und bringt den braven Kindern kleine Geschenke. Die unartigen erhalten stattdessen Kartoffeln oder noch Schlimmeres.

Am 24. gibt es ein Festmahl bei dem das traditionelle Laubbrot nicht fehlen darf. Es handelt sich dabei weniger um eine Speise als um die Ausübung einer Tradition. Auf das Brot werden Muster eingeritzt, die von Generation zu Generation überliefert werden und fast den Stellenwert eines Familienwappens haben

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Mexiko

Die Weihnachtstradition kam vor 300 Jahren mit den spanischen Eroberern und der Christianisierung nach Mexiko. Einige Festlichkeiten wurden einfach ausgetauscht. So wurde das Fest um die Ankunft des Gottes Huitzilopochtli später zu Ehren von Maria und Josef gefeiert.

Heutzutage wird ein Straßenumzug veranstaltet - symbolisch für Maria und Josefs Suche nach einer Herberge. Begleitend gibt es Feuerwerke, Süßigkeiten und die sogenannte Pitata.

Es handelt sich dabei um dekorierte Tontöpfe, die mit Bonbons und anderen Süßigkeiten gefüllt sind und die von Kindern mit verbundenen Augen zerschlagen werden müssen. Haben sie es geschafft, dürfen sie die Leckereien vernaschen.

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Russland - Hristos Rezdejetsja!

Da in Russland nach dem Julianischen Kalender gezählt wird, fällt Weihnachten nicht auf den 25. Dezember, sondern auf den 7. Januar. An dem Tag beginnt die eigentliche Weihnachtszeit, die sich bis zum 11. Januar erstreckt. Am 7. Januar bringt Väterchen Frost, der den heiligen Nikolaus seit der kommunistischen Revolution ersetzt, den Kindern Geschenke. Unterstützt wird er von seinen beiden Helferinnen Schneeflocke und Babuschka. Die Babuschka-Puppe, auch Mamutschka genannt, ist weit über die Landesgrenzen bekannt, da sie als ineinander geschachtelte Puppe ein beliebtes Geschenk ist.

Die Weihnachtszeit ist im Rahmen der orthodoxen Kirsche eher eine Fastenzeit. Daher wird auf ein üppiges Festmahl verzichtet. Es ist fleischlose Kost, wie z.B. Kutya, ein Gericht aus Weizen- und anderen Getreidekörnern sowie Honig und Mohn angesagt. (red)

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