Die Änderungen für Österreichs Autofahrer

22. Jänner 2002, 14:35
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Wien - Ob Straßenverkehrsordnung (StVO), Kraftfahrgesetz oder Führerscheingesetz - Kraftfahrer haben im Jahr 2002 wieder mit einer reichen Palette an Neuerungen und Änderungen zu rechnen.

Änderungen seit 1. Jänner 2002:

  • Rückfahrwarner: Bei Lkw über 3,5 und Omnibussen über 5 Tonnen müssen Rückfahrwarner leiser geschaltet werden können. In der Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr darf der Rückfahrwarner gänzlich ausgeschaltet werden, wenn sichergestellt ist, dass beim Zurücksetzen automatisch die Alarmblinkanlage eingeschaltet wird. Fahrzeuge, die vor dem 1. Jänner 2002 zugelassen worden sind, müssen innerhalb eines Jahres nachgerüstet werden.
  • Es gilt nur mehr das "weiße" Pickerl für Anhänger (Prüf-und Begutachtungsstellenverordnung).
  • Alle Stempelmarken werden abgeschafft. Bis jetzt waren nur Teilbereiche erfasst.
  • Strafen werden nicht mehr in Schilling, sondern in Euro verhängt. Und: Sie werden geringfügig billiger: Zahlte man etwa bisher 300 Schilling für eine Organstrafverfügung, so sind es in Zukunft 21 Euro (288,96 Schilling).
  • Die Gewährleistungsfristen bei "beweglichen Sachen" werden auf zwei Jahre verlängert. Ausnahme: Bei Gebrauchtwagen besteht einjährige Gewährleistungsfrist.
  • Geplant ist eine Nachschulungsverordnung mit Reduzierung der Kurstypen sowie Festsetzung der Preise.
  • Geplant ist das Inkrafttreten der 5. Novelle zum Führerscheingesetz. Danach sollen etwa die Geschwindigkeitsbeschränkungen bei Ausbildungsfahrten (L 17) entfallen. Zudem ist eine Mindestausbildung für den Erwerb eines Mopedausweises vorgesehen, bestehende AL-Führerscheine werden ohne Wartezeit auf Klasse A umgeschrieben. Änderung ab 31. Jänner 2002:
  • Die orange Autobahnvignette 2001 verliert ihre Gültigkeit, die lila Vignette 2002 muss an der Windschutzscheibe pappen. Sollte man ohne geklebte Mautvignette erwischt werden, so ist für PKW eine Ersatzmaut von 120 , bei einspurigen Fahrzeugen von 65 zu entrichten. Im Falle einer Anzeige ist mit einer Strafe bis zu 2180 zu rechnen. Änderung ab 1. April 2002:
  • Microcars müssen am Fahrzeugheck über ein kreisrundes, weißes, retroreflektierendes Pickerl mit der Zahl "45" verfügen. Dadurch können Nachfolgende leichter erkennen, dass es sich um ein führerscheinfreies "Mopedauto" mit maximal 45 Km/h Geschwindigkeit handelt. Änderungen ab 1. Juli 2002:
  • Geplant ist die Einführung der EU-Kennzeichen (21. KFG-Novelle) in Österreich.
  • Die Strafe für das Nichtbeachten der Gurtenpflicht soll 21 (300 Schilling) statt bisher 100 Schilling betragen.
  • Ende der Übergangsfrist für Microcar-Lenker ohne Prüfung. Diese Frist ermöglichte es Microcar-Lenkern bisher, einen Mopedausweis mit dem Vermerk "vierrädriges Leichtkraftfahrzeug" ausgestellt zu bekommen. (chr/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.12.2001)
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