"Modernica in the House!"

8. März 2002, 21:55
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Die "Qypthones" sorgen mit verspieltem Pop für positive Grundstimmung

"Banana Muffins" und Geburtstagsfeten – dazu paßt am besten die Musik von den "Qypthones". Die dreiköpfige Formation aus Tokyo - Takeshi Nakatsuka, Izumi Ookawara & Kentaroh Ishigaki - steht für feine Partymusik: lustige Retro-Mixes aus Funk, Bossa, Lounge, Jazz mit Gesang, heiß und stylisch vorgetragen.

Hinter dem leichten, beschwingten Groove steckt allerdings harte Arbeit: "Wir nehmen unsere Art von Pop-Musik sehr ernst", erklärt Sängerin Izumi. Immerhin verkörpern die "Qypthones" die Lautschrift von Kipp Thorne, einem Zeitmaschinenerfinder der Sechziger Jahre. Izumi: "Kipp Thorne war etwas verrückt und hat seine Forschung sehr ernst genommen. Auch wir sind in gewisser Weise sehr gewissenhafte MusikerInnen und haben auch einen Hang zur Verrücktheit."

Einen kleinen Eindruck in das Schaffen der drei gewährte die "bungalow"-Compilation "Sushi 4004. More spectacular Japanese Club-Pop", auf der unter anderem auch die japanischen Stars "Pizzicato Five" vertreten sind. Soundmäßig verschwistert sehen sie sich mit den japanischen Bands "Fantastic Plastic Machine", "Towa Tei" und "Cornelius". "Qypthone" sind jedoch live schneller, verspielter, vielfältiger – und ihre Stücke eignen sich auch hervorragend als Filmmusiken.

Das erkannte auch Luc Besson. Zwei Qypthone-Tracks sollten ursprünglich Szenen seines neuesten Werks "Wasabi" untermalen. Einer davon fiel jedoch bereits der neuen Sensiblität (hervorgerufen durch die Ereignisse des 11.9.) des Regisseurs zum Opfer: Die Terroristen-Szene mußte raus. (War vermutlich für den Handlungsablauf des Films ohnedies nicht so wichtig?)

Den MusikerInnen kann es gleich sein: Sie liefern mit ihrem aktuellen Album "Modernica in the House!" (Happiness Records) die richtige Würze für jedes gelungene Fest, denn sie verstehen es, gute Laune zu verbreiten - und kaum jemand kann ihrer charmanten Tanzeinladung widerstehen. Am besten tanzt mensch dazu den Lieblingstanz der drei: den Twist (in etwas abgeleiteter Form – immerhin befindet mensch sich in der Retro-Ära).
von Pia Feichtenschlager
18.12.2001

--Qypthone im Web

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