Zell-Transplantation gibt Sehkraft zurück

17. Dezember 2001, 14:59
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Altersbedingte Makuladegeneration kann bis zur Erblindung führen

London - Forscher des Institute of Ophthalmology haben eine möglicherweise bahnbrechende neue Methode zur Behandlung der so genannten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) entwickelt. Von dieser zu Sehstörungen und Erblindung führenden Erkrankung sind vor allem Patienten über 50 Jahren betroffen. Durch Verfahren der Gentechnik ist es jetzt erstmals gelungen, kurz nach der Geburt erblindeten Ratten die Sehkraft wiederzugeben. In Zukunft sollen klinischen Tests die Grundlage für die Entwicklung eines neuen Behandlungsverfahrens für AMD liefern, berichtet Nature Neuroscience.

Das Team transplantierte laut BBC retinale Pigmentepithel-Zellen (RPE)-Ratten, die mit einer genetischen Anlage für Netzhaut-Degeneration und Verlust der Sehkraft geboren wurden. Damit konnten erstmals im Reagenzglas gezüchtete RPE-Zellen erfolgreich in ein Lebewesen verpflanzt werden. Die Zellen überlebten nicht nur, sondern stellten auch die Sehkraft der Ratten wieder her. Die Tiere konnten sich in der Folge orientieren und reagierten auf visuelle Reize. RPE-Zellen gehören zu den unverzichtbaren Bestandteilen des Sehens. AMD führt zu einer entscheidenden Störung ihrer Funktion. (pte)

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