Kardamom

4. April 2003, 12:40
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Kardamom gehört zu ältesten und wertvollsten Gewürzen der Welt, in der Preisliste gleich nach Safran und Vanille kommend.

Schon 3000 Jahre vor Christus war Kardamom in Indien und wenig später auch in China bekannt. Von dort kam es dann auch ins römische Reich. Die Römer, die ja bekannt waren für ihre opulenten Feste waren sich der verdauungsfördernden Wirkung des Gewürzes bewusst. Im ersten überlieferten Kochbuch Europas dem "Apicius", das im 2. Jh. nach Christus entstand, wird Kardamom als Zutat für eine Verdauungssoße aufgeführt.

In den arabischen Ländern ist Kardamom ein beliebter Kaffeezusatz. Das Servieren von Kardamomkaffee gilt bei den Beduinen als Symbol für Gastfreundschaft. Sie zeigen den Gästen die Kardamomfrüchte, bevor diese im Kaffee serviert werden, damit sie sich von deren Frische überzeugen können.

Kardamom wird in seiner eigenen Verpackung geliefert, dies ist sowohl ein Garant für seine Frische und den Erhalt seiner Substanzen als auch dafür, daß es sich um echten Kardamom handelt und nicht um eine Fälschung. Deshalb ist auch gemahlener Kardamom nicht zu empfehlen, da oftmals auch die Samenkapseln mitgemahlen werden. Ob Kardamom wirklich frisch ist, sieht man erst nach dem Öffnen der Kapsel. Der Same muss dunkel und noch leicht klebrig sein.

Weihnachtsbäckerei ohne Kardamom ist undenkbar. Christstollen, Lebkuchen und andere Weihnachtsgebäcke werden dadurch geschmacklich verfeinert. Kardamom ist auch Bestandteil vieler asiatischer Gewürzmischungen und wird in diesen Ländern sowohl für Süßspeisen als auch für Pikantes verwendet.

Das Kauen der Samen erfrischt den Atem und verschönert die Stimme. Kardamom hilft mit den Kater nach durchzechten Nächten zu vertreiben, regt den Kreislauf und den Appetit an. Seit altersher gilt er auch als Aphrodisiakum.(ost)

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