Flugbegleiter-Gewerkschaft lehnt Lufthansa-Tarifvereinbarung ab

10. Dezember 2001, 11:14
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Streiks und gerichtliche Maßnahmen drohen

Berlin – Die "Unabhängige Flugbegleiter Organisation" (Ufo) lehnt die von der Lufthansa und der Gewerkschaft Verdi geschlossene Tarifvereinbarung für das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft ab. "Wir werden diese Änderung des Tarifvertrages für unsere Mitglieder nicht anerkennen", sagte Uwe Hien, geschäftsführender Ufo-Vorstand, der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe). Falls die Lufthansa die Gehälter nicht entsprechend dem gültigen Tarifvertrag zahle, drohen Hien zufolge Streiks sowie gerichtliche Auseinandersetzungen mit der Lufthansa. Ohne die Einbeziehung der Flugbegleiter-Gewerkschaft könne es keine verbindlichen Regelungen für den Kabinenbereich geben, sagte Hien. Ufo organisiert den Angaben zufolge rund 6000 Mitglieder und damit rund vier mal so viele wie Verdi.

Die Lufthansa hatte sich vergangene Woche mit den Gewerkschaften Verdi und Cockpit auf ein Sparpaket geeinigt. Dafür will die Fluggesellschaft trotz der wirtschaftlichen Probleme in Folge der Anschläge vom 11. September in den USA weiterhin auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Laut Vereinbarung sollen vereinbarte Gehaltserhöhungen ausgesetzt oder später ausgezahlt werden.(APA/Reuters)

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