Massenverhaftung in Kenia wegen terroristischer Verbindungen

10. Dezember 2001, 10:56
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Polizei vermutet Kontakte zu Bin Laden

Nairobi - In der ostafrikanischen Republik Kenia sind am Wochenende 18 Personen wegen angeblicher terroristischer Verbindungen verhaftet worden. Sie werden nach Angaben eines Polizeisprechers in Nairobi verdächtigt, Kontakte zum El-Kaida-Netzwerk des von den USA als Terrordrahtzieher gesuchten Osama bin Laden zu haben. Unter den Festgenommenen in der nordkeniatischen Stadt Mandera nahe der somalischen Grenze soll auch ein moslemischer Prediger sein, berichtete die Tageszeitung "Daily Nation" am Montag.

Der Imam sei am Samstag auf Drängen der US-Bundespolizei FBI nahe der somalischen Grenze in seiner Moschee verhaftet worden. Die US-Botschaft in der Hauptstadt Nairobi konnte dies jedoch zunächst nicht bestätigen. Das Gebäude der amerikanischen Botschaft Nairobi war im August 1998 ebenso wie jenes in Dar-es-Salaam (Tansania) Ziel eines verheerenden Terroranschlags gewesen, der Bin Laden zur Last gelegt wird.

Bereits vor einigen Tagen hatte ein Parlamentarier von zahlreichen Anhängern der somalischen islamisch-fundamentalistischen Bewegung El-Ittihad im Norden Kenias gesprochen. Die Gruppe soll mit Bin Ladens Terrornetzwerk El Kaida zusammenarbeiten. Unterdessen verdichteten sich in Somalia selbst Gerüchte über einen möglichen bevorstehenden US-Militärschlag gegen das Land am Horn von Afrika. Der britische "Observer" hatte am Wochenende berichtet, dass US-Kriegsschiffe bereits vor der somalischen Küste patrouillierten. (APA)

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