Teil II: Winamp und die liebe Konkurrenz

8. Dezember 2001, 12:53
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Die beliebtesten Mp3- und Audioplayer im Test

Teil II

Musicmatch Jukebox 6.0: Für Ordnungsliebende

Während sich frühere Versionen von Winamp in einem mitgeliefertem Test-Mp3 mit diversen Körperteilen von Lamas befassten, so liefert Musicmatchs Jukebox ebenfalls ein Audiofile, das aber Werbung für einen kostenpflichtigen Upgrade des Programms macht.

Denn Musicmatch Jukebox bietet ein neben den klassischen Funktionen eines Audioplayers auch eine umfangreiche Palette an Zusatzfunktionen - sofern man bereit ist, rund 400 ATS für ein Upgrade zu zahlen. Alle Funktionen sind schon in der kostenlosen Version begrenzt verfügbar; wir legten beim Test unser Hauptaugenmerk auf die ohne Aufpreis erhältlichen Features.

Integriertes Brennprogramm

So können Audio- und Mp3-CDs durch ein integriertes Programm unkompliziert gebrannt werden. Mittels integriertem Editor besteht die Möglichkeit, Inlays und Titellisten für Hüllen zu drucken. Hierfür werden die Titel über CDDB ermittelt; das lästige Tippen wird dem User erspart. Jukebox beherrscht ebenfalls die Konvertierung vom WAV- ins Mp3-Format.

User mit einer umfangreichen Audiosammlung können sich über die fast schon pedantische Ordnungswut der Programmierer freuen: jeder Song wird wahlweise nach Interpret, Album oder eher ungewöhnlichen Kriterien wie Stimmung und Tempo geordnet. Die Jukebox beherrscht die Anzeige von Plug-Ins und Skins, die nicht nur aus veränderten Texturen bestehen, sondern kann auch seine Form anpassen.

Mit Jukebox ist es ebenfalls möglich, Radioprogramme über Audiostreams zu empfangen. Über eine Recording-Funktion können Songs von CD oder externer Quellen aufgenommen werden. Die Aufnahme der Radiostreams ist allerdings nicht möglich. Dies geschieht wohl hauptsächlich zum Selbstschutz: Musicmatch bietet mit "Radio MX" einen kostenpflichtigen Stream an, der in hervorragender Qualität sendet.

Lycos Sonique 1.90

Mit einigen ungewöhnlichen Features wartet der Player des für seine Suchseiten bekannten Unternehmens Lycos auf: neben den üblichen Features wie dem Erstellen von Playlists und einem Equalizer bietet das Programm einen Pitch-Regler, mit dem Songs schneller und langsamer abgespielt werden können.

Der Player scheint hauptsächlich auf die Zielgruppe derer abzuzielen, die noch nicht in den Rängen der Adoleszenz stehen. Das jugendliche Design des Sonique bietet Vor- und Nachteile: der Player besticht beim ersten Start durch schöne Farben und ein "poppiges" Outfit, das geht jedoch auf Kosten des Bedienungskomforts. Manche Schaltflächen sind vor allem in der Kompaktansicht kaum bedienbar.

Der Lycos Sonique spielt neben Audiofiles im Mp2_, Mp3-, Wma- und Wav-Format auch CDs ab. Ein nützlicher Bonus ist die Unterstützung von XM-, MOD- oder S3M-Files. Wie beim Klassenprimus Winamp können Shoutcast- und IceCast-Streams aus dem Internet abgespielt werden. Auch der Sonique beherrscht die Einbindung von Skins und visuellen Plug-Ins. Gerade letztere sind besonders gelungen und können permanent erweitert werden.

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(eru)

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