Im Suppentopf: die Schötzenmiere

29. März 2006, 12:17
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Die Schötzenmiere, bekannt unter Winterspargel oder auch Schwarzwurzel, ist eine gesunde, wohlschmeckende Alternative, die zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten ist

Die Schwarzwurzel gehört zu der botanischen Familie der Korbblütler. Weitere bekannte Nutzpflanzen der großen Familie der Korbblütler sind Artischocke, Chicorée, Radicchio und Topinambur.

Als Heimat der Schwarzwurzel wird Spanien genannt. Lange Zeit war die wildwachsende Schwarzwurzel nur als Heilpflanze bekannt. Man sprach ihr damals heilende Kräfte bei der Pest und bei Schlangenbissen zu. Erst etwa ab 1700 wurde die Wurzel als Gemüse angebaut und breitete sich dann rasch über ganz Europa aus. In Europa zählen heute Belgien, Frankreich und die Niederlande zu den wichtigsten Anbauländer der Schwarzwurzel.

Die Schwarzwurzel ist eine gesunde und wohlschmeckende Alternative. Die winterharte, ausdauernde Pflanze wächst 60 bis 125 cm hoch. Im ersten Jahr bildet sich die als Gemüse begehrte Wurzel und erst im zweiten Jahr entwickelt die Pflanze Blüten. Kultiviert wird die Schwarzwurzel jedoch nur einjährig. Die Außenhaut (bzw. Schale oder Rinde) der Wurzel ist braun bis schwarz gefärbt und von samtiger bis korkiger Beschaffenheit. Die Rinde ist mit sogenannten "Milchröhren" durchzogen. Bei Verletzungen der Rinde tritt ein weißer, rahmartiger Saft aus, der an der Luft sehr schnell oxidiert und sich braun verfärbt. Das fleischige Innere der Wurzel enthält ebenfalls diesen klebrigen Milchsaft.

Die zum Verkauf stehenden frischen Wurzeln sollten Idealerweise möglichst gerade und dick sein, keine Verletzungen aufweisen haben. Ihr Fruchtfleisch sollte weiß und nicht holzig oder fasrig sein.

Tipp

Das mühsame Schälen der Wurzeln beansprucht Zeit und einige Vorbereitungen. Gummihandschuhe verhindern, dass die Hände beim Schälen verdrecken und die Finger nicht von dem austretenden, klebrigen Milchsaft der Wurzel verkleben. Der auslaufende Milchsaft hinterlässt außerdem lästige Flecken, besonders auf Kleidungsstücken. Eine Küchenschürze kann schlimmeres verhindern.

Wem das zuviel Arbeit ist, der kann die Wurzel etwa 20 bis 25 Minuten in mit Essig und Kümmel gewürztem Wasser kochen und anschließend in kaltem Wasser abschrecken. Die Haut der Wurzel lässt sich nun leicht abziehen. (red)

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