Übernahmen disziplinieren schlechte Manager

5. Dezember 2001, 11:23
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Neues Übernahmegesetz wird Trend zu mehr Übernahmen im Euroraum verstärken.

Dank des am 1. Januar in Kraft tretenden Übernahmegesetzes wird der Trend zu mehr Übernahmen im Euroraum anhalten. Das schreibt der Chefvolkswirt der INVESCO in Frankfrut, Dr. Jörg Krämer, in der neuesten Ausgabe der Publikation "Market Update". Dies diszipliniere die Manager von börsennotierten Unternehmen zum Wohle der Investoren.

Schlechte Manager unter Druck

Nicht alle Übernahmen seien erfolgreich. Aber die bloße Möglichkeit einer Übernahme diszipliniere schlechte Manager, so Krämer. Sie würden nichts unversucht lassen, die Gewinne und somit den Aktienkurs ihrer Unternehmen zu steigern, um eine Übernahme teuer und damit unwahrscheinlicher zu machen. Deshalb dienten Übernahmen den Interessen der Aktionäre. Das belegten Studien aus den USA, wo Übernahmen börsennotierter Unternehmen seit Jahrzehnten üblich sind.

Die positiven Erfahrungen in den USA haben nach Ansicht des INVESCO Experten auch im traditionell übernahmefeindlichen Euroraum zum Umdenken beigetragen. Die einzelnen Mitgliedsstaaten hätten begonnen, Übernahmen zu erleichtern. Krämer: "Dies alles wird die Zahl der Übernahmen erhöhen. Schlechte Manager werden angreifbarer. Davon profitieren die Investoren."

Verstärkte Übernahmeaktivität bei SMAX Unternehmen

Besonders im Small Cap Segemt der Deutschen Börse (SMAX) erwarten die Analysten von INVESCO eine verstärkte Übernahmeaktivität. Jochen Mathee, Manager des Small Cap Fonds: "Die Bewertung vieler SMAX-Unternehmen ist so niedrig, dass sie für strategische Beteiligungen besonders interessant sind.

(e-fundresearch.com)

In Kooperation mit

  • Dr. Jörg Krämer, INVESCO
    e-fundresearch

    Dr. Jörg Krämer, INVESCO

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