Musiker wehren sich gegen Verwendung ihrer Songs als Klingeltöne

4. Dezember 2001, 18:28
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Nutzung als Piepmelodien für Handys untersagt - Akte X, Nirvana und Titanic verboten

Viele Künstler wehren sich gegen die Reduzierung ihrer Lieder auf banale Klingeltöne. Eine Liste von über 300 Pop-Songs, TV-Melodien und Soundtracks wurde den britischen Anbietern übermittelt, berichtet die BBC am Dienstag. Die darauf angeführten Stücke dürfen künftig nicht mehr als Klingeltöne angeboten werden.

Klingeltöne als boomendes Geschäft

Der Markt für Klingeltöne hat in Großbritannien in den letzten beiden Jahren ein rasantes Wachstum erlebt. Die BBC führt Berechnungen an, die 2002 von einem Volumen von 50 Mio. Pfund (79,9 Mio. Euro) ausgehen. Im Jahr 2000 waren es lediglich 2,5 Mio. Pfund (vier Mio. Euro). Die Künstler bzw. deren Produktionsfirmen bekommen aus urheberrechtlichen Gründen zehn Prozent der für die Klingeltöne bezahlten Summe. Offensichtlich wollen aber zahlreiche Künstler ihre Werke nicht als Piepmelodien enden sehen.

Keine Akte X mehr

"Die Eigentümer, Songschreiber und Künstler haben das Recht über die Verwendung ihres Repertoires zu entscheiden. Das schließt auch Klingeltöne mit ein", erklärte ein Sprecher der Produktionsfirma EMI gegenüber der BBC. Es sei Aufgabe der Produktionsfirmen ihre Wünsche zu respektieren und ihre Rechte zu wahren. Am beliebtesten sind Melodien aus Filmen oder TV-Serien, aber auch Pop-Songs. Auf der übermittelten Liste waren u.a. Songs von Nirvana sowie der Soundtrack von Titanic und Akte X, die künftig nicht mehr als Klingeltöne für Handys verwendet werden dürfen. (pte)

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