Reise an die Randzonen der Globalisierung

3. Dezember 2001, 19:53
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Nikolaus Geyrhalters preisgekrönte Doku "Elsewhere" war vor Ort in Namibia und Grönland, während "die westliche Welt im Millenniumsfieber lag"

Amsterdam/Wien - Der österreichische Filmemacher Nikolaus Geyrhalter wurde beim 14. Internationalen Dokumentarfilm-Festival Amsterdam (22.11.-2.12.) für seine Dokumentation "Elsewhere" mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

"Elsewhere" ist eine vierstündige Reise an die Randzonen der Globalisierung. Der Film dokumentiert in jeweils 20minütigen Kapiteln den Alltag von zwölf Menschen (unter anderem in Namibia, Grönland, Australien, Nordindien, Sibirien, China, Sardinien) in allen zwölf Monaten des Jahres 2000, als die westliche Welt im Millenniumsfieber lag (der Arbeitstitel des Films war "Fernab des Millenniums").

Gezeigt werden Lebensweisen außerhalb des westlichen Zeitkonzeptes. Diese Lebensweisen werden "in dieser Form nicht mehr lange Bestand haben, da sich auch diese Menschen den auf den ersten Blick verlockenden Annehmlichkeiten unserer Lebensart nicht werden entziehen können", meinte der Regisseur. (APA)

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    foto: nikolaus geyrhalter
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