Aveda - eine österreichisch-amerikanische Kultmarke

9. Jänner 2002, 23:57
posten

Wie kommt ein Friseur aus Klagenfurt dazu, in Minneapolis, Minnesota, eines der weltweit erfolgreichsten und innovativsten Kosmetikimperien aufzubauen? Ziemlich merkwürdig, aber wahr:

Der Aufstieg des Klagenfurters Horst Rechelbacher begann mit einem Autounfall, den er während eines Urlaubs in Amerika hatte. Und weil er seine Spitalsrechnung erst verdienen mußte, arbeitet der gelernte Friseur zum Schuldenabbau in einem Friseursalon. Dort erkannte er, dass sein Know-How, das er als Stylist eines exklusiven Salons in Rom gesammelt hatte, bei den Kunden großen Anklang fand, und gründete 1965 seinen eigenen Friseursalon „Horst of Austria“.

Die kritische Auseinandersetzung mit herkömmlichen Friseurprodukten führte dazu, dass Horst Rechelbacher Mitte der 70er Jahre Alternativen zu den damaligen Stylingprodukten suchte und, auf seinen Reisen in der Naturheilkunde verschiedener Völker und Kulturen, fand. Er studierte die Tradition der indischen Ayurveda-Lehre, die das Fundament der Gründung für Aveda im Jahr 1978 bildete.

Doch Aveda ist nicht eine jener Firmen, die sich das Öko-Mascherl nur umhängt, um damit gute Geschäfte zu machen. Avedas Grundphilosophie ist die Verwendung erneuerbarer Rohstoffe, die Verarbeitung rein pflanzlicher Inhaltstoffe aus ökologischem Anbau sowie soziales, ökonomisches und ökologisches Verhalten von der Produktion bis zum Konsumenten.

Das Besondere an Aveda sind aber nicht nur die rein pflanzlichen bzw. aus der Natur gewonnen Bestandteile, die im Gegensatz zu den meisten Kosmetikprodukten, weitgehend frei von synthetischen und petrochemischen Substanzen sind, sondern das ganzheitliche Konzept der Aveda Produkte. Horst Rechelbacher erkannte schon sehr früh, dass Schönheit von Innen kommt und ein Zusammenspiel von Körper und Seele ist.

Ein Beispiel dafür aus der unglaublich großen Produktpalette sind die „Pure-Fumes“: Duftessenzen, die mehr als nur ein Parfum sind; aus mehr als hundert verschiedenen Blüten- und Pflanzenessenzen gewonnen, spricht jedes Chakra-Pure-Fume nach der Ayurveda Lehre, eine andere Körperregion an und soll helfen das Gleichgewicht der sieben Chakras herzustellen.

Auch die „Shampure“ Shampoos oder die Haarfarben und Dauerwellen – sie kommen weitgehend ohne Chemie aus - sind Teil der pflanzlichen Haarpflegeprodukte, die nicht nur das Haar pflegen, sondern durch die raffinierten Aromen auch auf den ganzen Körper entspannend oder belebend wirken. Horst Rechelbacher erkannte schon früh, dass es aber nicht genügt, gute Produkte herzustellen, sondern dass auch ein geschultes und trainiertes Verkaufspersonal ein wesentlicher Bestandteil des Gesamterfolges ist. Aveda bildet daher schon seit der Gründung in eigenen „Schulen“ seine Mitarbeiter aus und weiter.

Seit der Beteiligung des Estée Lauder Konzern im Jahr 1998 kann sich Horst Rechelbacher noch intensiver dem liebsten Teil seiner Arbeit widmen, der Forschung und Suche nach neuen Rohstoffen und Produkten, um die mehr als kompletten Produktlinien – vom Lippenstift bis zur Duftkerze noch weiter zu ergänzen.
(Cathi R./Contentfabrik)

Share if you care.