Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet

30. November 2001, 20:00
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Zwei Millionen Gäste erwartet

Nürnberg - Mit dem traditionellen Prolog des Christkindes ist am Freitagabend in Nürnberg der rund 400 Jahre alte Christkindlesmarkt eröffnet worden. Auf dem abgedunkelten Hauptmarkt verfolgten mehrere tausend Menschen das seit Jahrzehnten unveränderte Eröffnungszeremoniell. Auf Deutschlands ältestem Weihnachtsmarkt bieten bis 24. Dezember rund 188 Händler vorwiegend weihnachtliche Waren an. Die Stadt Nürnberg erwartet rund zwei Millionen Christkindlesmarkt-Besucher - so viel wie im Vorjahr.

Seine idyllische Lage im Herzen der Altstadt und seine sehr traditionell gehaltenen 188 Verkaufstände mit streng reglementiertem Warensortiment machen den Markt seit Jahrzehnten zu einem Hauptanziehungspunkt für Touristen. Jährlich kommen rund zwei Millionen Menschen während der Zeit des Christkindlesmarkt in die "Deutsche Weihnachtsstadt", wie sich Nürnberg während der Adventszeit selbst gerne nennt.

400-jährige Tradition

Nach Erkenntnissen des Stadtarchivs kann das "Städtlein aus Holz und Tuch" auf eine mehr als 400-jährige Tradition zurückblicken. Die frühesten Hinweise auf seine Existenz stammen schon aus der Zeit um 1500. Anfang des 17. Jahrhunderts profitierte der Markt von dem seit der Reformation üblichen Brauch, Kinder bereits zum Heiligen Abend und nicht erst nach Neujahr zu bescheren. So wurde der Händlermarkt immer mehr zu einem Geschenke-Markt.

Bis heute ist das Angebot des Christkindlesmarkt ausgesprochen traditionell geprägt: Neben Nürnberger Lebkuchen, Früchtebrot, weihnachtlichem Gebäck bieten Händler überwiegend handgefertigte Rauschgoldengel, Krippen, Weihnachtspyramiden, Christbaumschmuck und Kerzen feil. Statt weihnachtlicher Musik aus Lautsprechern sorgen regelmäßig Chöre aus der Region für weihnachtliches Flair. Bis zum 24. Dezember sind nach Angaben der Stadt insgesamt 70 Aufritte geplant. (APA/dpa)

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