Schwierige Zeit, Sparsamkeit mit "Format"

30. November 2001, 18:57
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"Wenn sich jemand anderswo etwas sucht, werden wir nicht auf Teufel komm raus nachbesetzen"

"Nicht sehr lustig" sind die Zeiten für das Anzeigengeschäft, sagt "Format"-Herausgeber Herbert Langsner auf STANDARD-Anfrage. Was die Budgetierung der Einnahmen auch für das Magazin aus der Verlagsgruppe News "schwierig" macht: "Wir sind schon eher sparsam unterwegs."

STANDARD-Informationen aus der "Format"-Mannschaft besagen, vier bis fünf Mitgliedern der Redaktion sei bereits der Abschied avisiert worden. Befristete Verträge sollten nicht verlängert werden, ebenso zeichneten sich einvernehmliche Trennungen ab. Langsner dementiert diese Zahlen, räumt aber ein: "Wenn sich jemand anderswo etwas sucht, werden wir nicht auf Teufel komm raus nachbesetzen." Ein Kollege wechsle zu "e-media", "vielleicht ein weiterer" innerhalb der Verlagsgruppe; "gröbere Einschnitte" gebe es aber nicht. Und: "Es sind keine Kündigungen geplant." Kann er diese ausschließen? "Das weiß man nie, ich plane keine."

Dass die beiden Ressorts "Internet" und "Modernes Leben" verschwanden, liegt laut Langsner an verstärkter Außenpolitik seit 11. September: "Irgendwo muss der Platz herkommen." Zumal er sich insgesamt verminderte: Als "Sparmaßnahme" stünden der Redaktion derzeit pro Ausgabe "zwei bis drei Seiten weniger" zur Verfügung.

Wolfgang Fellner, Herausgeber der Verlagsgruppe News, war Freitag nicht erreichbar. (fid/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 1./2. Dezember 2001)

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