Mord in Südtirol : Beinabtrennung sollte Versicherungsbetrug werden

30. November 2001, 14:45
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Suche nach weiterem Beteiligten - Dritter Mann hätte im Versicherungsfall als Zeuge auftreten sollen

Bozen - Die Ermittler im Südtiroler Mordfall an einem jungen Mann in Marling bei Meran vermuten, dass noch weitere Komplizen an der Tat beteiligt gewesen sein könnten.

Leiche in einem Obstgarten entdeckt

Es gebe einen Hinweis darauf, dass zumindest ein dritter Mann davon gewusst haben könnte, teilte ein Carabiniere mit. In einer Obstgarten in Marling war am Mittwochvormittag die Leiche eines 23-Jährigen aus Meran entdeckt worden.

Bein mit Motorsäge abgetrennt Ein 29-jähriger Verwandter aus Lana, hatte dem Opfer mit dessen Einverständnis mit einer Motorsäge das Bein abtrennen sollen. Der Mann verblutete aber nach der schweren Verletzung.

Motiv: Versicherungsbertug

Das Motiv für die unglaubliche Tat war nach Ermittlungen der Exekutive Versicherungsbetrug. Bei der Festnahme habe K. zu seiner Mutter gesagt: "Wir waren nicht alleine". Auf Grund dieser Aussage prüfen die Ermittler nun, ob ein noch Unbekannter unter Umständen als Zeuge im Versicherungsfall hätte auftreten sollen.

Tatwaffe gefunden

Gegen Christian K. wird wegen des Verdachtes auf Mord mit bedingtem Vorsatz ermittelt. Unterdessen wurde auch die Tatwaffe von Tauchern in einem Wasserkanal in der Nähe der Obstwiese gefunden.(APA)

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