Consors haftet bei SchmidtBank-Insolvenz für einen Teil der Kredite

30. November 2001, 14:27
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Haftungsregelung laut Verkaufsprospekt

Der Nürnberger Discount-Broker Consors muss im Fall einer Insolvenz der SchmidtBank für einen Teil der Verbindlichkeiten seiner Muttergesellschaft haften. "Dieser Fall ist durch die Gründung der Auffanggesellschaft der fünf großen Banken in Zusammenarbeit mit dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken und des Bundesaufsichtsamts für das Kreditwesen faktisch ausgeschlossen", sagte jedoch ein Consors-Sprecher am Donnerstag in Nürnberg.

Vorabbericht

Er bestätigte damit einen Vorab-Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital Depesche" vom Freitag. Demnach haftet Consors für alle Verbindlichkeiten der angeschlagenen Hofer Privatbank in vollem Umfang, die vor der rechtlichen Ausgliederung von Consors Mitte 1998 eingegangen wurden. Bis Ende Juni 1998 war Consors als Niederlassung vollständig in die Muttergesellschaft SchmidtBank integriert.

Haftungsregelung

Die Haftungsregelung über fünf Jahre sei gesetzlich vorgesehen und im Verkaufsprospekt anlässlich des Börsengangs der Consors Discount-Broker AG mitgeteilt worden, erklärte der Banken-Sprecher weiter. Ein Teil der vor 1998 abgeschlossenen Kredite sei inzwischen auch bereits getilgt. Für welche Kredithöhe Consors noch bis 2003 im Falle einer Insolvenz haften müsste, konnte der Sprecher nicht sagen. (APA)

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