Jean Todt weiß das richtige Alter zum Aufhören

30. November 2001, 14:35
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Zweiter Ferrari-Testfahrer hauptsächlich für Reifentests engagiert

Parma - Knapp einen Monat vor dem 33. Geburtstag von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat Ferrari-Teamchef Jean Todt erstmals öffentlich über eine "Altersbeschränkung" in der Königsklasse des Motorsports nachgedacht. "Mit 35, 36 Jahren wird es für einen Piloten in der Formel 1 schwer", sagte der Franzose auf einer Veranstaltung der Universität Parma. "Ist das eine Botschaft für Schumi?", fragte die "La Gazzetta dello Sport" am Freitag unverblümt.

Schumi Ferraristi auf ewig

Schumacher ist noch bis zum Jahr 2004 an Ferrari gebunden. Wenn sein Vertrag mit den Italienern ausläuft, ist der beste Rennfahrer der Gegenwart immerhin 35 Jahre alt. Schumacher, der am 3. Jänner 2002 seinen 33. Geburtstag feiert, hat bisher offen gelassen, ob er nach Vertragsende in die sportliche Rente gehen oder weiter Gas geben will. Ferrari und der Mutterkonzern FIAT haben dem vierfachen Weltmeister wiederholt einen "Pensionsvertrag" angeboten, um ihn langfristig als Berater und Botschafter an den italienischen Automobilkonzern zu binden.

Einziges Spitzenteam auf Bridgestone

Im Hörsaal der Wirtschaftsfakultät von Parma lüftete Todt auch das Geheimnis, warum Ferrari mit dem Brasilianer Luciano Burti einen zweiten Testfahrer neben dem Italiener Luca Badoer verpflichtet hat. "Nach dem Wechsel von McLaren zu Michelin sind wir das einzige Spitzenteam, das mit Bridgestone-Reifen fährt. Wir müssen deshalb öfter Reifen testen", erklärte Todt und kündigte eine Erhöhung des Testvolumens an. (APA/dpa)

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    Jean Todt meint mit 35 wäre es Zeit als F1-Fahrer in Pension zugehen

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