Milosevic verschob Millionen ins Ausland

30. November 2001, 19:19
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Ermittlungen wurden nach Angaben der Fahnder von Höchstgericht blockiert

Belgrad - Das Regime des früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic hat über eine Bank in seinem Geburtsort Pozarevac mehr als 100 Millionen Dollar (112,5 Mill. Euro/1,55 Mrd. S) ins Ausland verschoben. Wie der Sekretär der serbischen Regierungskommission für die Bekämpfung der Korruption, Slobodan Lalovic, am Freitag erklärte, wurden Untersuchungen der Bank bisher durch das serbische Höchstgericht verhindert. In diesem Gremium sitzen von Mlilosevic ernannte Juristen, die weiter zu ihm loyal sind.

Die Chefanklägerin des UNO-Kriegsverbrechertribunals, Carla del Ponte, behauptet, dass Milosevic serbische Militär-, Paramilitär- und Polizeitruppen in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und im Kosovo über geheime Konten auf Zypern und in Griechenland finanzieren ließ. Die Anklage will dies im Laufe des Gerichtsprozesses gegen Milosevic , der im kommenden Frühjahr beginnen soll, beweisen. Milosevic befindet sich seit Ende Juni im Gefängnis des Tribunals bei Den Haag.(APA)

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