Italien: Amato für Vorsitz der europäischen Konvention nominiert

30. November 2001, 13:58
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Außenminister Ruggiero: "Europa muss aktivere Rolle in Sicherheit und Verteidigung spielen"

Rom - Italien nominiert seinen ehemaligen Regierungschef Giuliano Amato für den Vorsitz der europäischen Konvention, des Organs, das an der Reform der europäischen Verträge und an der Ausarbeitung einer Verfassung für die EU arbeiten soll. Das betonte der italienischen Außenminister Renato Ruggiero bei einer Rede vor der römischen Abgeordnetenkammer am Freitag.

Ruggiero unterstrich die Notwendigkeit einer aktiveren Rolle in Europa im Bereich Sicherheit und Verteidigung. "Wir arbeiten für eine gemeinsame Außenpolitik und Europa bietet bereits mit seinem positiven Beitrag zur Lösung der größten internationalen Krise ein neues Image an", sagte Ruggiero in seiner Rede vor dem italienischen Parlament, dem italienischen Staatschef Carlo Azeglio Ciampi und EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi, der am Donnerstag auch vom Papst empfangen worden war.

Ruggiero bezeichnete die EU-Erweiterung als "unwiderruflichen Prozess". "Der Fall der Berliner Mauer wäre ein sinnloses Ereignis, wenn wir nicht für ein großes Europa mit allen Ländern des Kontinents arbeiten würden. Die EU-Erweiterung ist das wichtigste und nobelste Projekt unserer Generation von Europäern", so der italienische Außenminister.(APA)

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