Libro sieht sich gut im Plan

30. November 2001, 18:36
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Turnaround aber frühestens im Jahr 2003/2004 möglich

Wien - Die Liquiditätsprobleme der Buch- und Medienhandelskette Libro AG haben ihre Spuren in der Bilanz für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2001/02 (per März) zurückgelassen. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 1,851 Mrd. S (134,5 Mio. Euro). Diese Entwicklung resultierte aus den Liquiditätsschwierigkeiten von März bis Juli, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Der Betriebserfolg vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich per 31. August 2001 auf minus 279 Mio. S. Im Vorjahr wurde ein knapp positives Ebitda von zehn Mio. S ausgewiesen.

Sanierungskonzept

Das im Juli erstellte Sanierungskonzept sieht für die nächsten beiden Geschäftsjahre Betriebsverluste mit sinkender Tendenz vor. Der Turnaround werde frühestens im Geschäftsjahr 2003/2004 möglich sein.

Im September-Schulgeschäft konnte ein Umsatzplus von zwei Prozent erzielt werden. Auch Oktober und November entwickelten sich laut Libro sowohl umsatz- als auch ertragsmäßig besser als erwartet. Am ersten Einkaufswochenende lag der Umsatz um rund zehn Prozent über den Budgets.

Steinbauer zufrieden

Mit den bisherigen Sanierungsschritten zufrieden zeigt sich Libro-Vorstandssprecher Werner Steinbauer. Insgesamt erwartet sich Libro vom Weihnachtsgeschäft rund 700 Umsatzmillionen. Für das heurige Geschäftsjahr, so Steinbauer, werde es aber noch einen Verlust "in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe" geben. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 1.12.)

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