Zeitzeugen: Johanna Dohnal

30. November 2001, 08:43
posten

"Um Politik für die Frauen zu machen, muss man Politik mit den Frauen machen."

Im Gespräch mit dem Historiker und ORF-Journalisten Peter Huemer schildert Johanna Dohnal, erste Ministerin für Frauenfragen in Österreich, am Samstag, dem 1. Dezember 2001, um 11.15 Uhr in der Sendung "Zeitzeugen" in 3sat, wie sie die Zeit nach dem Protestjahr 1968 erlebt hat. Im Zuge ihrer politischen Laufbahn stand Dohnal immer an vorderster Front im Kampf der Frauen um Gleichberechtigung.

1978 gründet Johanna Dohnal den Verein "Soziale Hilfen für gefährdete Frauen und Kinder", der Träger des ersten Frauenhauses in Wien wird: nach nur 67 Betriebstagen waren 60 Frauen und 77 Kinder in dem Haus untergekommen, im Jahr darauf war es fast ständig überfüllt. 1980 richtet sie eine Servicestelle für Frauen im Staatsdienst ein, die ebenfalls ein großer Erfolg wird. Die zunehmende Profilierung Dohnals führt aber auch zu einer Polarisierung in der Beurteilung ihrer Person in der SPÖ.

In ihrer Amtszeit als Bundesministerin für Frauenfragen 1990 bis 1995 wird das Bundesgesetz für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern und die Förderung von Frauen im Bereich des Bundes beschlossen. Johanna Dohnal: "Um Politik für die Frauen zu machen, muss man Politik mit den Frauen machen." (red)

1.12.2001
11.15 Uhr
3sat
Share if you care.