Sir Joshua Reynolds erzielte Auktionsrekord

30. November 2001, 21:18
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"Porträt des Omai"

London - Das "Porträt des Omai" des britischen Portrait-Spezialisten Sir Joshua Reynolds (1723-1792) ist am Donnerstag in London für 10,3 Millionen Pfund (über 72 Mill. S) versteigert worden - nach Angaben von Sotheby's der bisher höchste Preis für ein Bild von Reynolds und der zweithöchste für ein britisches Bild überhaupt. Nur "Die Schleuse" von Constable wechselte 1990 für noch mehr Geld - umgerechnet 33,5 Millionen Mark - den Besitzer.

Das Bild von einem Londoner Kunsthändler ersteigerte Gemälde zeigt den Polynesier Omai in voller Lebensgröße, als "edler Wilder" in den Augen der europäischen Aufklärer gefeiert von der Londoner Gesellschaft. Omai war 1774 nach England gebracht worden, erregte dort große Aufmerksamkeit, erhielt eine Audienz bei König Georg III. und war bei der feierlichen Eröffnung des Parlaments präsent. Der bisherige Besitzer, der Earl of Carlisle, hatte sich "aus steuerlichen Gründen" von seinem Reynolds trennen müssen. (APA/dpa)

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