Sparkurs auch bei "Kleiner Zeitung"

29. November 2001, 21:09
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Styria-Vorstandschef Pirker: Keine Kündigungen, "ein paar Altersteilzeiten"

Sparen will nun auch die Grazer Styria Medien AG: In einer Betriebsversammlung erfuhr die Belegschaft der Kleinen Zeitung und ihres Mutterkonzerns nach STANDARD -Informationen, dass 2002 dreißig Millionen weniger zur Verfügung stehen sollen. "Ein Sparprogramm sähe anders aus", erklärt Styria-Vorstandschef Horst Pirker dazu. Konkrete Summen wollte er nicht bestätigen. Das Unternehmen nütze "die Kulisse der Krise" im Mediensektor, um "Ablagerungen" aus den vergangenen Jahren zu bereinigen. Gemeint seien damit "Ausreißer in der Einkommenspyramide", es gehe um "Einkommensgerechtigkeit".

Kündigungen werde es nicht geben, sagte Pirker, sehr wohl aber "ein paar Altersteilzeiten". In der Versammlung war etwa von merklichen Verschlechterungen bei Sonntagsdiensten die Rede, sonst seien 15 Jobs in Gefahr.

Der Gewinn der Kleinen Zeitung liegt nach 195 Millionen Schilling (14,17 Millionen Euro) im Vorjahr heuer bei 160 Millionen. Prognosen für 2002 aus der Betriebsversammlung ("100 Millionen oder schlechter") weist Pirker zurück: Bei 160 Millionen liege die "Schmerzgrenze", unter die er auch 2002 "nicht weiter sinken soll".

Zuletzt kündigte Pirker dreistellige Millioneninvestments der Styria Medien AG an. (fid/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.11.2001)

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