FP Kärnten verliert an Boden

29. November 2001, 19:41
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Sozialdemokraten sehen sich im Umfragehoch, ÖVP auf Tiefststand

Klagenfurt - Es handelt sich zwar nur um eine Umfrage regionaler Meinungsforscher, die Kärntner SPÖ sieht sich dennoch rasant im Aufwind. Demnach würden die Sozialdemokraten in der Sonntagsfrage mit 37 Prozent (Sample 600 Befragte) fast Kopf an Kopf mit der FPÖ (39 Prozent) liegen. Die Freiheitlichen müssten ausgerechnet in Jörg Haiders Stammlanden gegenüber den Landtagswahlen 1999 (42,6 Prozent) ein Minus von drei Prozent hinnehmen. Schlimm sähe es für die Kärntner ÖVP aus, die mit 14 Prozent (gegenüber 20,7 Prozent) auf ihren historischen Tiefstwert gefallen wäre.

Bei den Persönlichkeitswerten liegt Jörg Haider freilich auch weiter mit 55 Prozent unangefochten vor SP-Chef Peter Ambrozy (33 Prozent) und ÖVP-Obmann Georg Wurmitzer (zwölf Prozent).

SPÖ-Geschäftsführer Herbert Würschl jubelt: "Rot ist wieder die Modefarbe." Die Wähler würden "Haiders absolutistische Alldominanz und politische Sprunghaftigkeit" zunehmend ablehnen.

Tatsache ist, dass die FPÖ trotz massiver Haider-Präsenz und gewaltigem Mitteleinsatz bei den jüngsten Landwirtschaftskammerwahlen zwei Mandate verloren und bei den Personalvertretungswahlen nichts dazugewonnen hat.

FPÖ und ÖVP geben sich unbeeindruckt: Die SPÖ habe die Umfragen selbst initiiert, um den Klagenfurter Parteiobmann Ewald Wiedenbauer abzuschießen. (stein/DER STANDARD, Print- Ausgabe, 30. 11. 2001)

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