Gasteiner Tal mit Erdgasleitung erschlossen

29. November 2001, 19:00
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Umstieg von Erdöl auf Erdgas bringt 14.000 Tonnen weniger CO2-Emission

Salzburg - Nach nur sechs Monaten Bauzeit hat die Salzburg AG nun die Erdgasleitung in das Gasteiner Tal fertiggestellt. Die Erdgasschiene bringe eine wesentliche Verbesserung der Luftqualität im Tal, ermögliche eine modellhafte Kooperation zwischen Gas und Biomasse und bedeute eine langfristige, sichere Energieversorgung mit minimaler Verkehrsbelastung, erklärte Salzburg AG-Vorstandssprecher Arno Gasteiger am Donnerstag, anlässlich der Inbetriebnahme der neuen, gut 26 Kilometer langen Gasleitung.

Erdgasnetz umfasst Länge von 1.450 Kilometern

Das Erdgasnetz der Salzburg AG erschließt die Stadt Salzburg, den Flachgau, die Orte im Tennengau und Pongau entlang der Salzach sowie den Pinzgauer Zentralraum von Kaprun über Zell am See bis Saalfelden und umfasst inzwischen eine Länge von 1.450 Kilometern. Die Gesamtabgabe an Erdgas betrug im vergangenen Jahr 237,0 Millionen Kubikmeter. Insgesamt versorgt die Salzburg AG rund 25.000 Kunden in Stadt und Land Salzburg mit Gas.

Weniger CO2-Emissionen

Die Salzburg AG betont in ihrer Aussendung vor allem die ökologischen Effekte der Erdgasschiene: So reduziere sich in Bad Gastein die SO2-Emission um 33 Tonnen pro Jahr, die CO2-Emission um 14.000 Tonnen pro Jahr. Ähnlich hoch sei die Verbesserung der Werte bei den Abgasen in Bad Hofgastein, wo sich bei den SO2-Emissionen ein Minus von 26,5 Tonnen ergäbe und bei den CO2-Emissionen künftig 11.600 Tonnen weniger die Umwelt belasten würden.

Mit der Erdgasschiene ist es nun möglich, im Fernwärmewerk von Bad Gastein von Erdöl auf Erdgas umzusteigen, zudem soll in Bad Hofgastein mit einer Kombination von Erdgas und Biomasse-Beschickung ein neuer Weg beschritten werden. Die Salzburg AG rechnet damit, dass der Erdgasverbrauch in Bad Gastein bis 2005 auf 6,1 Millionen Kubikmeter/Jahr ansteigen wird, in Bad Hofgastein dürften es bis dahin fünf Millionen Kubikmetern/Jahr werden. Zusätzlich würden im dortigen Biomassekessel der "Holzwärme Gastein Genossenschaft" 5.000 Schüttraummeter Waldhackgut in Energie umgewandelt. (APA)

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