Kein Internet an Bord

30. November 2001, 13:07
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US-Fluggesellschaften legen Pläne auf Eis - Boeing macht allein weiter

Die US-Fluggesellschaften United, Delta und American Airlines werden in absehbarer Zeit keinen schnellen Internetanschluss an Bord ihrer Flugzeuge anbieten. Gespräche des Flugzeugherstellers Boeing mit den US-Gesellschaften - die ursprünglich ein Gemeinschaftsunternehmen zum Betrieb des Internetverkehrs gründen wollten - scheiterten, berichtet die Wirtschaftsagentur Bloomberg.

Lufthansa testet Ende 2002

Die Boeing-Abteilung Connexion würde damit drei von vier Großkunden für das Internet-Projekt verlieren. Nur die Lufthansa bleibe dabei, das System von Connexion Ende 2002 oder Anfang 2003 zu testen.

Projekt verschoben

Nach dem Einbruch im US-Luftverkehr in Folge der Anschläge vom 11. September und den wirtschaftlichen Belastungen wurde gemeinsam mit den drei Airlines jetzt eine Projekt-Verschiebung vereinbart, hieß es. Ursprünglich sollten 1.500 Flugzeuge mit dem breitbandigen Internetanschluss ausgestattet werden, über den die Fluggäste nicht nur Emails hätten abfragen, sondern multimediale Internet-Angebote hätten sehen können.

Boeing macht allein weiter

Der Flugzeugbauer Boeing erklärte, er wolle die Entwicklungsarbeiten allein vorantreiben. Ziel sei es, alle Flugzeuge mit Internet- und E-Mail-Anschlüssen auszurüsten. "Die Lufthansa wird das Internet-Projekt wie geplant umsetzen", sagte Scott Carson, Präsident der Connexion-Abteilung bei Boeing. Die deutsche Fluggesellschaft hatte im Juni auf der Pariser Luftfahrtausstellung als erster internationaler Kunde eine Absichtserklärung unterzeichnet. (APA/dpa/AFP)

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